Vandalismus: Bürgermeister setzt Belohnung aus

Striegistaler Rathauschef hofft auf Hinweise zu Tätern

Striegistal.

Es sind Fälle wie dieser, die dem Striegistaler Bürgermeister Bernd Wagner (ptl.) dazu motiviert haben, jetzt eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise auf die Täter jedes einzelnen Delikts auszusetzen: Im Ortsteil Pappendorf haben Unbekannte vor etwa vier Wochen am Spielplatz auf dem Schul- und Kitagelände menschenfeindliche Aufschriften gesprüht. Und es ist in diesem Jahr nicht der erste Fall von Vandalismus. In den vergangenen Monaten sei deren Anzahl deutlich gestiegen, sagt Wagner. So wurde an der Zufahrt zur Kalkbrüche eine Wanderhütte mit Graffiti verunziert, die der rechten Szene zuzuordnen seien. Schilder an Wanderwegen wurden an verschiedenen Stellen abgerissen oder mit schwarzer Farbe besprüht, Sitzgelegenheiten an Wanderwegen beschädigt, Papierkörbe an Wegen im Tal der Großen Striegis wurden herausgerissen und in das Gewässer geworfen. "Die Aufzählung der einzelnen Delikte könnte ich noch weiter führen", so Wagner. Alle Fälle seien zwar von der Gemeinde zur Anzeige gebracht worden. Doch die Ermittlungen der Polizei hätten nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre nicht zu einem Täter geführt, so Wagner. In der Regel habe er lediglich "maschinell erstellte" Schreiben der Staatsanwaltschaft erhalten, in denen mitgeteilt wird, dass kein Täter ermittelt wurde und das Verfahren eingestellt werde. Die Kosten für die Reparatur der Schäden durch diesen Vandalismus müsse dann die Gemeinde tragen. "Das sind mehrere tausend Euro pro Jahr", so Wagner. (jl)

Bewertung des Artikels: Ø 1 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...