Vereinstag der Begegnungen mit dem Stadtfest gekoppelt

Was sich in der Stadt alles tut - darüber informierte Frankenbergs Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) Vertreter von Vereinen. Die wiederum erzählten, wie Corona ihren Alltag beeinträchtigt.

Frankenberg.

Die Stadt gibt im laufenden Jahr 76.629 Euro für die Vereinsförderung aus. Diese Zahl nannte Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) beim jährlichen Frankenberger Vereinsgespräch mit drei Dutzend Teilnehmern letzte Woche im Veranstaltungsforum Stadtpark. Allein die Mietzuschüsse in Immobilien schlagen mit 27.699 Euro zu Buche.

Zweitgrößter Posten sind die Mietzuschüsse für Sportstätten mit 18.333 Euro. Am Mittwoch letzter Woche endete die Frist für das Einreichen der Förderanträge für 2021. Nach zwei Lesungen soll am 23. November in der Sitzung des Ausschusses Bildung, Kultur und Sport öffentlich beschlossen werden, wen die Stadt künftig fördert.

Bei der Sitzung wurde zudem verabredet, den sonst mit dem Neujahrsempfang gekoppelten Tag der Begegnungen 2021 erstmals an das vom 10. bis 13. Juni stattfindende Stadtfest anzudocken. Demnach können sich die circa 100 Vereine der Kommune am Stadtfest-Samstag im Mühlbachtal präsentieren. "Das Stadtfest bringt Ihnen das größte Publikum", warb Firmenich für den Vorschlag der Stadtverwaltung. Dieser stieß auf große Zustimmung.

Weiterer Punkt auf der Tagesordnung war der Meinungsaustausch zu den Auswirkungen von Corona auf das Vereinsleben. Die Lockerungen nach dem Ende des Lockdowns fand er gut, erinnerte sich Ralf Ludwig, 1. Vorsitzender des Sportvereines Mühlbach. "Die mittelfristigen Auswirkungen der Pandemie sind aber unklar." Zum Beispiel können die Übungsleiterinnen den Trainingsbetrieb für die ganz Kleinen nicht aufrechterhalten. Das liege an der räumlichen Enge. Daher drohe der Kindergartensport einzuschlafen, warnte Ludwig. "Wenn uns aber die Kleinkinder fehlen, mangelt es in Zukunft an der Jugend." Die Leichtathletik sehe er daher auf dem sterbenden Ast, so der Vereinschef.

Beim SV Barkas Frankenberg läuft zwar wieder der Ball, aber längst nicht alles rund. "Wir haben inzwischen wieder normalen Trainingsbetrieb", erzählte Danny Siegel, Projektleiter der Fußball-Nachwuchsschmiede beim SV Barkas. Allerdings sei es schwierig, bei zusätzlichen Events wie Turnieren am Wochenende immer genügend Ehrenamtliche als Ordner zu finden. "Das Gesundheitsamt stellt bei den Hygienekonzepten an uns als Verein dieselben Anforderungen wie an Reisekonzerne", sagte Siegel und sprach von einem "Missverhältnis".

Der Vereindfb Westsachsen wiederum zeigte sich dankbar, dass die Begegnungsstätte "Eva Becker" am Vereinssitz im Bahnhof nach Schließung wieder offen ist. Das zwischenzeitliche Nähen von Mund-Nase-Bedeckungen sei zwar eine gute, fordernde Beschäftigung gewesen. Da aber keine Feste stattfänden, falle die fehlende Verbindung zu den Leuten besonders auf. "Lassen Sie den Mut nicht sinken", sagte Thomas Firmenich. "Corona ist da, und wir müssen es ernst nehmen." Allerdings bringe die Pandemie die Stadt nicht von ihrem Kurs ab. Daher werde auch der Weihnachtsmarkt stattfinden.

Neben den Absagen des 17. Sporttages und des Skihüttencross im Oktober hatte der SV Mühlbach auch eine gute Nachricht im Gepäck: Nach 20 Jahren Einsatz für das Alfred-Wegener-Institut in der Antarktis und für den Sportverein geht der alte "Loipenelch" nun in Rente. Dank vieler Spenden kann ein neues Snowmobil gekauft werden. Damit spurt der Verein für die Stadt die Loipen auf der Hausdorfer Höhe.

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