Verfassungsschützer beobachten "Crazy"

Hainichen.

Die als Spielstätte für ein mutmaßliches Neonazi-Konzert am Samstag vorgesehene Ex-Diskothek "Crazy" in Hainichen bleibt unter amtlicher Beobachtung. "Immobilien, die für die Durchführung von rechtsextremistischen Veranstaltungen genutzt werden, sind im Blick des Landesamtes für Verfassungsschutz Sachsen", teilte Karin Keck, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Stabsstelle am Dienstag auf "Freie Presse"-Anfrage mit. "Es findet ein Austausch mit den zuständigen Polizei- und Ordnungsbehörden statt." Rund 50 Beamte der Polizeidirektion Chemnitz sowie der sächsischen Bereitschaftspolizei hatten dafür gesorgt, dass am Samstag in Hainichen kein Konzert stattfand. Das Landratsamt Mittelsachen untersagte die Nutzung der Immobilie, äußert sich jedoch nicht zu Details dieses Verbotes. Bereits im Oktober sollte im geschlossenen, aber für Privatveranstaltungen genutzten "Crazy" die Band Kategorie C spielen, die niedersächsische Verfassungsschützer in ihrem Bericht erwähnt haben. Ihren sächsischen Kollegen legen laut Karin Keck aber "bislang keine Erkenntnisse vor, dass sich in Hainichen eine eigenständige rechtsextremistische Szene etabliert" hat. (dahl)

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