Verfolgung quer durch Landkreis

34-Jähriger unter Drogen und ohne Fahrerlaubnis

Hainichen/Döbeln.

Mit einem Unfall, der vorläufigen Festnahme und sechs Strafanzeigen endete am Montagnachmittag für einen VW-Fahrer (34) eine fast 50 Kilometer lange Flucht vor der Polizei quer durch den Landkreis Mittelsachsen. Nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz war es mehrfach nur Glück, dass es nicht zu Zusammenstößen zwischen dem VW und Unbeteiligten gekommen war.

Gegen 14.35 Uhr war Polizisten auf der Bundesstraße 169 in Hainichen ein VW Golf durch rasante Fahrweise aufgefallen. Als dessen Fahrer den Funkstreifenwagen bemerkte, gab er nochmals Gas. Die Beamten nahmen die Verfolgung Richtung Frankenberg mit bis zu 160 Kilometern pro Stunde auf und beobachteten, wie der VW-Fahrer vorausfahrende Autos mit waghalsigen Manövern überholte. In Dittersbach bog der Flüchtige von der B 169 auf die Autobahn 4 ab, fuhr Richtung Dresden weiter und wechselte am Autobahnkreuz Nossen auf die Autobahn 14 in Richtung Leipzig.

An der Anschlussstelle Nossen-Nord verließ der VW-Fahrer die Autobahn, befuhr weiter mit hoher Geschwindigkeit die Kreisstraße 7521 durch den Döbelner Ortsteil Choren. Am Abzweig zur Staatsstraße 35 Richtung Lommatzsch geriet der VW ins Schlingern und schleuderte in den Straßengraben. Damit war die Flucht des 34-Jährigen gegen 15.05 Uhr vorbei. Die Beamten zogen den unverletzt gebliebenen Mann aus dem Unfallauto.

Zum einen reagierte ein Drogenschnelltest beim Festgenommenen positiv auf Amphetamine sowie Methamphetamine, zum anderen waren die am VW angebrachten Kennzeichen als gestohlen gemeldet und der Tatverdächtige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Der auf eine Firma in Halle (Saale) zugelassene Fluchtwagen war entwendet, wobei die Besitzer den Diebstahl noch nicht angezeigt hatten. Der VW wurde zur kriminaltechnischen Untersuchung sichergestellt.

Zum Unfallschaden liegen noch keine Angaben vor. Der Mann wurde am Dienstag auf Weisung der Staatsanwaltschaft aus dem Polizeigewahrsam entlassen. (dahl)

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