Volksbank Mittweida fördert Anbau von medizinischem Cannabis

Kreditinstitut reicht 1,35 Millionen Euro an Startup Demecan aus. Das Berliner Unternehmen will eine Produktionsstätte in Sachsen kaufen.

Das Startup Demecan ist nach eigenen Angaben der einzige unabhängige deutsche Produzent von medizinischem Cannabis.

Für Sie berichtet: Lea Becker

Die Volksbank Mittweida stellt dem Berliner Startup Demecan ein Darlehen in Höhe von rund 1,35 Millionen Euro zur Verfügung. Das teilte eine Sprecherin von Demecan mit. Die Volksbank bestätigte die Angaben. Das Startup ist nach eigenen Angaben der einzige unabhängige deutsche Produzent von medizinischem Cannabis. Mit dem Geld werde der Erwerb einer Produktionsstätte in Ebersbach bei Dresden finanziert. Das rund 100.000 Quadratmeter große Areal biete ausreichend Platz, um den Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland dauerhaft zu etablieren, so Demecan-Sprecherin Elisa Randelzhofer. Die Unterstützung und das Vertrauen der Volksbank Mittweida bestärke das Startup in der Entscheidung, Sachsen als Standort für seine Produktion gewählt zu haben, sagte Constantin von der Groeben, Geschäftsführer und Mitgründer von Demecan.

"Wir glauben an den langfristigen Erfolg von Demecan", erklärte Volksbank-Sprecherin Sabrina Vogel. Das Projekt bezeichnete sie als innovativ und zukunftsweisend, die Zusammenarbeit mit dem Startup als eng, vertrauensvoll und offen. "Der Mut und der Pioniergeist der Gründer waren überzeugend", so Vogel weiter. "Die geplante, in sich geschlossene Wertschöpfungskette für die Herstellung von medizinischem Cannabis in Deutschland ist einmalig."

Die Produktion erfolgt im Auftrag des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), wie die Behörde bestätigte. Pro Jahr werde laut Demecan eine Tonne getrockneter Cannabisblüten produziert. "Unter Verwendung moderner und automatisierter Anbaumethoden werden die Cannabispflanzen in der speziell für Betäubungsmittel hergerichteten und gesicherten Produktionsstätte nach pharmazeutischen Produktstandards angebaut und weiterverarbeitet", erklärte Elisa Randelzhofer. Die Nachfrage nach medizinischem Cannabis in Deutschland sei ungebrochen. "Der Markt ist der größte und am stärksten wachsende in Europa, kann aber derzeit durch heimische Produktion nicht versorgt werden."

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