Warum das Parkfest viele Brücken baut

Drei Tage Programm und freier Eintritt - das ist das grobe Konzept der Fete im Stadtpark. Zum Gelingen tragen viele Bürger bei, die sich aktiv einbringen. Erstmals waren nun die Feuerwehren mittendrin.

Hainichen.

Gejubelt wurde am Wochenende im Stadtpark in Hainichen gleich mehrfach - ob nun auf oder vor der Freilichtbühne, im Festzelt oder beim Vogelschießen. Längst ist das Stadtfest mitten im Grünen mehr als nur ein Rummel, kombiniert mit ein paar Konzerten. Sportlerehrung, Schießen mit der Armbrust und Städtewettbewerb beziehen die Besucher aktiv ein.

"Es ist das wichtigste Fest in der Stadt überhaupt", betonte Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD), der kaum eine Minute im Park verpasst hat. "Früher gab es das Parkfest nur aller fünf Jahre, mit der jetzigen Form bin ich sehr glücklich und möchte das auch so fortsetzen." Veranstaltungspartner Marian Redl aus Waldheim ist dazu bereit. Er kümmert sich seit 2007 um Bands, Schausteller und Gastronomie, bekommt dafür von der Stadt einen Zuschuss. "Ein gutes Parkfest", sagte Redl am Sonntag. "Der Regen am Samstagabend kam gegen 23 Uhr leider etwas zu früh." Das erstmals gültige Verbot, Alkohol mit aufs das Gelände zu bringen, habe laut Redl schon Wirkung gezeigt. Auch Greysinger sieht sich bestätigt: "Laut Security gab es kaum Probleme, ein paar Halbwüchsige haben versucht, Alkohol mitzubringen." Die Stimmung sei an allen drei Tagen super gewesen auch der Zuspruch, der am Sonntag aber geringer als sonst war.


Die Sportler: Traditioneller Auftakt ist die Ehrung der erfolgreichsten Sportler, langjähriger Trainer und engagierter Vereinsmitglieder durch den Bürgermeister. Der blieb bei seiner Laudatio dieses Mal knapp unter einer Stunde - auch ein Rekord. Dabei gab es viel zu würdigen, allen voran die Goldmedaille, die 400-Meter-Läufer Marvin Schlegel aus Riechberg erst eine Woche zuvor bei der U-23-Europameisterschaft gewonnen hatte. Meister im Feiern: die Nachwuchskicker des HFV, die die rund 500 Gäste auf der Freilichtbühne in Bewegung brachten. Wie sportlich Hainichener sind, zeigten auch Motorrad-Trialer und Zumbatänzer am Samstag.

Die Feuerwehr: Der Wettbewerb Löschangriff aller Wehren der Gemeinde war ursprünglich für das Dorffest in Bockendorf geplant. Weil dies aber verschoben wurde, kam das Parkfest ins Spiel. "Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht, mit Erfolg", erklärte Greysinger. Auf der Wiese unterhalb des Museums zeigten die Feuerwehrleute vollen Einsatz, auch die Jugendwehren. Es gewann Schlegel. Zweiter wurde Gersdorf/Falkenau, Dritter die alten Herren. Mit einer Blaulichtmeile mit Technikshow auf der Oederaner Straße punkteten die Brandschützer ebenso.

Die Schützenkönige: Den ersten Knaller lieferte die Privilegierte Schützengilde zu Hainichen zum Auftakt mit einem Kanonenschuss. Aller zwei Jahr gibt es das große Schützenfest innerhalb des Parkfestes, dieses Mal wieder mit einem Umzug vom Markt zum Park. Am Samstag wurde dort der Bürgerschützenkönig ermittelt. Traditionell stark vertreten: Die Schützenbrüder aus der Partnerstadt Dorsten mit fast 50 Leuten. Beteiligten sich in den Vorjahren nur ganz wenige Hainichener an diesem Vogelschießen für Jedermann, so waren es dieses Mal mehr als 20 Teilnehmer aus dem Ort. Stark vertreten: Der Jugendclub Berthelsdorf und ein Team von Gastwirt Jörg "Minge" Thiele. Bürgerschützenkönig wurde Marcel Martin aus Niederstriegis. Der Titel des nur aller zwei Jahre ermittelten Schützenkönig des Vereins ging am Sonntag an Mario Kirsten.

Der Städtewettbewerb: Zum zehnten Mal beteiligte sich Hainichen an der Aktion von EnviaM. Nach dem zweiten Platz im Vorjahr sollte nun an die Spitze geradelt werden. Dafür machte das ortsansässige Berthold-Radteam richtig Dampf. Was fehlte, waren jedoch Starter für das Kinderrad. Das konnte nicht kontinuierlich besetzt werden. Die Plattform auf dem Hof der Agrargenossenschaft nutzte auch die Initiative Striegistalweg. So bekamen die Zuschauer zumindest einen Eindruck davon, wie schnell man auf dem noch immer nicht gebauten Radweg von Hainichen in Roßwein sein könnte. Im Städtewettbewerb kam Hainichen nach sechs Stunden mit 264 Kilometern auf derzeit achten Platz. Im Jahr zuvor waren es noch 324,16 Kilometer gewesen.

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