Warum die Ferienlager noch lange nicht ausgedient haben

Eine Woche gemeinsam mit Gleichaltrigen Urlaub machen - das ermöglichen in der Region viele Ehrenamtliche. Diese Angebote wird es auch im nächsten Jahr geben.

Seifersbach.

Keine Eltern, eigene Regeln und jede Menge Abenteuer. Das ist für viele Kinder und Jugendliche in der Region immer noch ein großer Anreiz, sich für eines der einwöchigen Ferienlager anzumelden. Die Kosten sind überschaubar, vor allem, weil die Angebote fast ausschließlich von Ehrenamtlern möglich gemacht werden. Und die kommen vom Roten Kreuz, dem Sportverein und der Kirchgemeinde.

Zeltlager des DRK in Seifersbach: Zum 27. Mal gab es das Angebot vom Jugendrotkreuz des Kreisverbandes Döbeln-Hainichen. Wie jedes Jahr wurde ein Motto gewählt, dieses Mal war es mit "Sonne, Mond und Sterne" der Weltraum. Mit dabei waren für acht Tage insgesamt 62 Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren und 17 Betreuer. "Es waren abwechslungsreiche Tage mit viel Spiel, Spaß und Spannung, und das trotz der großen Hitze" , erklärte Lagerleiter René Illig. "Gleich zu Beginn konnten wir die Mondfinsternis bestaunen. Es gab ein Geländespiel in selbst gebauten Raketen, und der Pool war immer belagert." Für sieben Übernachtungen im Zelt und Vollverpflegung waren in diesem Jahr 98,50 Euro pro Teilnehmer zu zahlen. "Viele Kinder freuen sich schon jetzt auf die Neuauflage 2019", sagte Illig. Die sei traditionell in der fünften Ferienwoche geplant.

"Bietz"-Festival in Pappendorf: Zum sechsten Mal gab es das einwöchige, christliche "Bietz"-Festival auf dem Areal an der Pappendorfer Kirche. Es entstand wieder eine kleine Zeltstadt, es gab Musik und Essen am Campingtisch - und doch unterscheidet sich das "Bietz!" von anderen Treffen, denn für die jungen Leute ist die Teilnahme eine Glaubensfrage. Anlaufstelle war jeden Abend die benachbarte Turnhalle, in der zur "Bietz!-Time" auch die Musik spielt. Ehrenamtliche Mitarbeiter der Evangelischen Jugend Leisnig-Oschatz hatten in Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde Pappendorf im Vorfeld ein umfangreiches Programm unter dem Thema "Hoch vom Sofa" vorbereitet. Während des Camps gab es Seminare, Workshops, Jugendgottesdienste und Konzerte. Ebenso Sport- und Spielangebote. Und ein Pool wurde sogar selbst gebaut. Etwa 110 junge Leute im Alter von 13 bis 25 Jahren waren dabei. Die Teilnehmer kamen aus Mittelsachsen, dem Erzgebirge, Nordsachsen und auch aus anderen Bundesländern. Zu zahlen waren pro Nase 130 Euro für die gesamte Woche oder 15 Euro pro Tag. Und das siebente "Bietz" ist laut Jugendwart Arndt Kretzschmann schon jetzt ausgemacht, vom 2. bis 10. August 2019 wieder in Pappendorf.

Sommerferienspiele des TSV Dittersbach: Das Vereinsangebot hatte ein Jubiläum, es war die zehnte Auflage. Wie in den Vorjahren war für eine Woche von Montag bis Freitag die Turnhalle der Frankenberger Erich-Viehweg-Schule der Anlaufpunkt für insgesamt 44 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren. Die Mutprobe gab es zum Schluss: Eine Übernachtung im Zelt, aufgebaut im Freibad Sachsenburg. Eine Woche lang hatte der TSV wieder für Unterhaltung und sportliche Aktivitäten gesorgt - und das für lediglich 3 Euro pro Tag mit Verpflegung. Sieben etwas ältere Schüler, sogenannte Betreuerkinder, unterstützten die sechs erwachsenen Betreuer. "Unsere Helfer waren ehemalige Teilnehmer, die nun auch etwas Verantwortung übernehmen wollten", erläuterte Patrick Fuhrmann vom TSV. Zu den Angeboten gehörten ein Ausflug ins Industriemuseum Chemnitz, ein Comic-Workshop und natürlich Badbesuche. Zur Finanzierung der Ferienwoche trugen erneut viele Sponsoren bei. Vor drei Jahren hatte der TSV für dieses Projekt bei den "Sternen des Sports" eine Auszeichnung erhalten. Eine Neuauflage für 2019 ist laut Fuhrmann geplant, dann wieder in der vierten Woche der Sommerferien.

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