Warum Hainichen plötzlich steinreich ist

Die Stadt verschenkt altes Pflaster aus dem Freibad

Hainichen.

Es war nur eine kleine Notiz im Netzwerk Facebook, die Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger (SPD) unerwartet viel Resonanz brachte. Am Mittwochmorgen schrieb er: "Wer benötigt Pflastersteine? Am Freibad liegen nicht mehr benötigte Stücke. Wer welche haben möchte, kann die dort gerne kostenlos abholen." Grund für dieses Angebot ist die am 31. August begonnene Sanierung der Anlage, bei der auch viele alte Pflastersteine anfallen. "Es ist für die Baufirma günstiger, neue Steine einzubauen, als die alten Stücke zu sortieren", erklärte Greysinger.

Um Entsorgungskosten zu sparen, habe er nun diese Offerte gemacht. "Bei mir kamen dann die Nachrichten und Anfragen im Minutentakt", erzählt das Stadtoberhaupt. "Sogar der Roßweiner Pfarrer wollte Steine für den Friedhof." Wer aber nun wie viele bekomme, ließe sich nicht steuern. Wer zuerst da war, konnte mitnehmen, so viel er wollte. Die Nachfrage sei jedenfalls deutlich größer als das Angebot gewesen. Wer nun keinen Stein abbekommen habe, könne jedoch auf eine zweite Chance hoffen. Schon im Oktober soll die Sanierung der Freilichtbühne beginnen. Auch dort müssen alte Pflastersteine raus. Wann dies genau geschehen soll, sei noch nicht klar. Eine Information dazu soll es laut Greysinger wieder für alle Heimwerker geben.

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