Warum in der alten Post bald für die Jugend die Post abgeht

Der Umbau eines maroden Hauses zur neuen Heimstatt der Jugendkunstschule hat eine weitere Hürde genommen. Frankenbergs Stadtrat gab dem Vergabeverfahren der Generalplanung grünes Licht. Partner ist ein alter Bekannter.

Frankenberg.

Schon bei der Sanierung des Frankenberger Bahnhofs hinterließen sie zufriedene Gesichter. Auch im Gymnasium lieferten die Architekten und Ingenieure Qualitätsarbeit ab. Und so haben sich Beier und Steiner auch für den anstehenden Umbau der alten Post empfohlen. "Der Stadtrat stellt das Büro Beier und Steiner als Sieger des Vergabeverfahrens für die Generalplanung der Jugendkunstschule fest", lautete der einstimmige Beschluss des Gremiums vom Dienstag. Die Vergabe an sich muss noch gesondert beschlossen werden.

Die Finanzierung des Vorhabens steht bereits. Im November des Vorjahres hatte die Stadt einen Fördermittelbescheid mit einer Zusage von rund 2,2 Millionen Euro für die Sanierung der alten Post erhalten. Nur rund 372.000 Euro muss die Stadt an Eigenmitteln bereitstellen, der Großteil der Fördersumme kommt vom Bund. Für die Planung der Sanierung und den Umbau führte die Verwaltung bis April 2019 ein zweistufiges Vergabeverfahren durch. Für die Teilnahme hatten sich zunächst acht Büros beworben. Drei ausgeloste Bewerber reichten bis zum Stichtag im März ihre Offerten ein. "Nach Bewertung der Angebote und den Verhandlungsgesprächen nach objektiven Kriterien wurde das Büro Beier und Steiner für die Generalplanung ausgewählt", hieß es im Stadtrat. Die Architekten und Ingenieure haben ihren Sitz in Altmittweida. Der Bauherr und Projektsteuerer, die Wohnungsgesellschaft Frankenberg, empfahl den Beschluss der Räte.


Die Stadt hatte das alte Postgebäude am Friedenspark erworben, um den Bildungscampus zu erweitern. Im neuen Haus kann die Jugendkunstschule in Kooperation mit dem nahen Luthergymnasium, der Förderschule und Vereinen wachsen. Als Baubeginn peilt die Verwaltung das Jahresende an. "Wir rechnen mit einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren", so Frankenbergs Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU).

Unter anderem sollen die Vereinigung der Sächsischen Blechbläser, der Städtische Musikverein, der Kunst- und Kulturverein sowie Schulen der Stadt die sanierten Räume nutzen können. Im Erdgeschoss soll unter anderem ein Gruppenunterrichtsraum entstehen. Geplant sind auch Übungsräume und ein neuer Proberaum für Vereine. CD-Aufnahmen sollen dort künftig ebenfalls möglich sein. Auf dem gesamten Gelände, das circa 1300 Quadratmeter umfasst, könnten je nach Ausführung bis zu zwei Dutzend Räume entstehen.

Zunächst muss die Immobilie in der Humboldtstraße 12 grundhaft saniert werden. Die Räume sollen bis auf den Rohbau zurückgebaut werden, danach folgen die Einrichtung der Elektrik-, Brandschutz- und Sanitäranlagen, so der Bauherr. Zuletzt wurde in den 1960er-Jahren in das Gebäude investiert.

Die Jugendkunstschule wurde bereits 2016 in Frankenberg ins Leben gerufen. Sie fungiert unter dem Dach des städtischen Eigenbetriebes "Bildung, Kultur und Sport". Dabei kooperiert die Jugendkunstschule mit der Kreismusikschule und in Partnerschaft mit der Volkshochschule. Ziel ist eine positive Entwicklung im Bereich der musikalischen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen.

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