Warum man über Gellert spricht

Zu seinem 303. Geburtstag dreht sich alles um den Dichter. Dazu gibt es morgen ein Schauspiel mit einigen Zeitgenossen.

Hainichen.

Auch drei Jahre nach dem großen Gellert-Jahr 2015 ist Hainichens berühmter Sohn nicht vergessen. Am Sonntagnachmittag wird der 303. Geburtstag Christian Fürchtegott Gellerts (1715 bis 1769) nachgefeiert, denn das eigentliche Geburtsdatum ist der 4. Juli. "Es war aber schwierig, einen Termin für unsere Aufführung zu finden", erklärt Thomas Kühn, einer der Initiatoren der Feier. Er gehört zu den Darstellern des Mittelsächsischen Kultursommers (Miskus), die morgen zwar nicht mit, wohl aber über den Dichter Gellert reden werden.

Kühn selbst mimt dessen Bruder, den Bergrat Christlieb Ehregott Gellert, und das schon seit gut zwölf Jahren. An seiner Seite agiert Verena Kermes als Gellert-Schwester Johanna Wilhelmine Biehle. Ihre Zwiegespräche über den berühmten Bruder hatten die Besucher des Gellert-Jahres bereits bei einer Lichtshow auf dem Markt verfolgen können. "Damals haben mich schon viele Hainichener angesprochen, weil sie doch viel Neues über Gellert erfahren hatten", sagt Kühn. "Deshalb gibt es nun diese Neuauflage, die Idee dazu hatte Norbert Hein." Der erfahrene Miskus-Schauspieler ist als Heinrich von Brühl (einst der Premierminister unter August III. in Dresden) dabei. Falko Jahn komplettiert als dessen Sohn Hans Moritz von Brühl die historische Gruppe.

Dazu gibt es am Sonntag noch Musik des Trios Tonstaub aus Dresden. "Bis zum Anpfiff des Endspiels der Fußball-WM sind aber wir fertig", versichert Kühn. "Das haben wir frühzeitig schon so geplant."

Ein Nachmittag für Gellert im Garten des Meisterhauses der Tuchmacherinnung in Hainichen, An der Mühle 5, am Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro.

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