Warum Pilger nach Ettal unterwegs sind

Aus Sorge um die Zukunft des Klosters Wechselburg hat der Verein der Freunde des Benediktiner-Klosters eine Wallfahrt initiiert.

Wechselburg/Ettal.

Knapp sieben Stunden sind für die 21,1 Kilometer lange Strecke veranschlagt. Die erste Etappe auf der Pilgerreise vom Benediktiner-Kloster in Wechselburg zu dessen Mutterkloster Ettal ist ausgewiesen mit den Worten "Schwere Wanderung, sehr gute Kondition erforderlich" und endet in Wolkenburg. Insgesamt 30 solcher Etappen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden führen Wanderwillige auf rund 560 Kilometern ans Ziel nach Ettal.

Initiiert hat die Wallfahrt der Verein der Freunde des Klosters Wechselburg, ganz genau dessen Vorsitzender Henrik Pradel. "Wir wollen damit unsere Unterstützung ausdrücken für das Hospizprojekt des Klosters Wechselburg für das angrenzende Schloss und einen kleinen Gebetssturm entfachen", so der 54-Jährige.

Das Kloster hatte bereits im vergangenen Jahr ein Konzept beim Landkreis, dem Eigentümer des Wechselburger Schlosses, eingereicht, das die Umgestaltung des Komplexes in ein Hospiz vorsieht. Möglicher Träger könnte der Wohlfahrtsverband Caritas sein. Doch ein weiterer Käufer ist für das Objekt im Gespräch. "Wir sind besorgt, dass der spirituelle Charakter des Klosters verloren geht, sollte das benachbarte Schloss zukünftig kommerziell genutzt werden", sagt Pradel. "Und eine Pilgerwanderung ist ein altbewährtes christliches Unterfangen."

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