Was die Gymnasiasten mit dem neuen Laser machen können

Schöne Bescherung für die Mittweidaer Schüler: Vom Laserinstitut gab es ein Gerät zum Drucken, Fräsen und Beschriften. Am Arbeitsschutz muss noch gearbeitet werden.

Mittweida.

Gleich drei Wünsche auf einmal? Natürlich geht das, und zwar mit einem sogenannten Drei-in-Eins-Werkzeug. Im Fall des gestern vom Laserinstitut Mittelsachsen an das Gymnasium Mittweida übergebenen Geräts sind die drei Optionen: 3D-Drucker, CNC-Fräse und Laserbeschrifter. Institutsdirektor Professor Horst Exner übergab die kleine Laseranlage als vorfristiges Weihnachtsgeschenk an einige technikbegeisterte Schüler.

"Wir wünschen uns als Laserinstitut, dass mit diesem Geschenk die Faszination, die von moderner Technik ausgeht, auch auf die Schülerinnen und Schüler übertragen wird", so Exner. Es sei auch nicht die erste Zusammenarbeit des Laserinstituts Mittelsachsen und der Schule. So besteht schon seit mehreren Jahren ein Patenschaftsvertrag mit dem Leistungskurs Physik. Das Gerät im Wert von über 600 Euro bietet drei verschiedene Bearbeitungstechnologien, die auch in der Industrie eine zunehmende Rolle spielen. Das Neuste ist der 3D-Druck. Hinzu kommen das computergesteuerte Fräsen (CNC) und das Beschriften oder Gravieren mittels Laserstrahl.

Gedacht ist das Gerät nun vorrangig für die fünften und sechsten Klassenstufen im Fach Technik/Computer (TC), was aktuell mit noch zwei Wochenstunden für den früheren Bereich Werken steht. Zugleich bestehen Einsatzmöglichkeiten im Ganztagsangebot der modernen Holzbearbeitung. Exner sieht faszinierende Möglichkeiten, junge Menschen praxisnah an aktuelle Technik heranzuführen, die in immer mehr Bereichen der Industrie eine wichtige Rolle spiele.

Fachlehrer Gerd Schulze hat sich mit der Anlage schon vertraut gemacht: "Gerade weil in der fünften Klasse Fertigungsverfahren behandelt werden, bietet sich der Einsatz im Unterricht an. Schüler dürfen vorerst aber nicht die Maschine bedienen. "Für den Einsatz in Deutschland gibt es da gewisse Vorschriften", betont Schulze. So werde das Laserinstitut in den nächsten Wochen noch eine Behausung bauen, also eine Art Schutzkäfig.

Der Laser mit einer Leistung von 200 Milliwatt könne laut Schulze zwar keine Gliedmaßen abtrennen, Kontakt mit der Haut würde jedoch schon zu Brandblasen führen. "Der Schutz gilt aber in erster Linie der Gefahr des Verblitzens der Augen", erläutert der Lehrer. "Eine Schutzbrille muss deshalb auch von mir immer getragen werden, so was brauchen wir nun dringend." Darum wolle sich der Spender kümmern. Das Laserinstitut Mittelsachsen ist ein seit 1997 bestehender Forschungspartner der Hochschule, organisiert als eigenständiger eingetragener Verein. Er arbeitet eng mit dem Laserinstitut der Hochschule Mittweida (LHM) zusammen.

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