Was die Mittweidaer 2019 erwartet

Mehrere Großprojekte in Planung - Fehlende Parkplätze und einige überregionale Straßen bereiten weiter Sorgen

Mittweida.

Auch in diesem Jahr stehen in der Stadt wieder viele Bau- und Planungsvorhaben an. Beim gestrigen Neujahrsempfang gab Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU) einen Ausblick.

Wo wird weiter gebaut?

Bereits begonnene Projekte wie der neue Bahnhofsvorplatz, die Sanierung der Kirchstraße und Arbeiten an der Schwanenteichanlage sollen fertiggestellt werden. Mit Fördermitteln will die Stadt zudem weitere Bauprojekte angehen. Dazu zählt der Umbau der Parkanlage Goethehain, wo Wege, Zugänge und Treppen möglichst barrierearm saniert werden sollen. Auch rund um die Stadtkirche soll es eine Runderneuerung geben. Das betrifft Treppen, Wege und Mauern. Die Schmidt-Grundschule erhält einen neuen Sportplatz, der Ortsteil Falkenhain einen neuen Spielplatz, der Bauhof eine neue Kaltlagerhalle. Bereits im Gange ist die Restaurierung des historischen Gebäudes an der Kirchstraße 16. Dort soll ein Erlebnismuseum eingerichtet werden.

Welche Pläne verfolgt die Stadt?

Eine Umgestaltung mit breiteren Fußwegen, Sitzbänken und Bäumen soll die Rochlitzer Straße aufwerten. Ein Konzept dafür liegt vor und wird die Stadt auch in diesem Jahr beschäftigen. Mithilfe eines neuen, von der EU geförderten Geschäftsstraßenmanagements, soll die Straße eine attraktive Einkaufsmeile werden. Für die Stadtbibliothek, die im ehemaligen Hotel "Chemnitzer Hof" am Technikumplatz entstehen soll, strebt die Stadt einen Baustart Anfang 2020 an. Dafür gilt es 2019 noch vieles in die Wege zu leiten. Auch was die Umnutzung des Bahnhofsgebäudes als Gründer- und Kreativzentrum betrifft, sei man vorangekommen: "Wir haben zwei Architekturbüros gewonnen, welche ab nächstem Jahr die Planungen voranbringen." Eigenheime sollen auf dem Gelände der ehemaligen Rundstrickmaschinenfabrik an der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße entstehen. Dafür wird ein Bebauungsplan entwickelt. In Ringethal steht unter anderem der Neubau des Feuerwehrgerätehauses an. Als größter Anteilseigner des Zweckverbandes Kriebsteintalsperre wird die Stadt außerdem den Bau des Hafens maßgeblich organisieren.

Welche Schwierigkeiten gibt es?

Problematisch bleibt die Parkplatzsituation. Aufgrund verschiedener Neubauten im Bereich der Weberstraße fallen dort Parkplätze weg. Positiv werde sich allerdings ab dem zweiten Quartal der neue Parkplatz zwischen Krankenhaus und Pestalozzi-Schule auswirken. "Wir haben Handlungsnotwendigkeiten erkannt und wir arbeiten daran", sagte Schreiber. Für den Neubau einer Kongresshalle sucht die Stadt weiter nach einem geeigneten Standort. Noch ungewiss ist, wie es mit der früheren Wäscheunion an der Hainichener Straße weitergehen soll.

Wie geht es weiter beim überregionalen Straßenbau?

Zeigte sich der OB Anfang 2018 optimistisch, dass in die Sanierung der Burgstädter Straße und den Neubau der Zschopaubrücke Bewegung kommen würde, äußerte er sich nun verhaltener: "Die Planungen scheinen nicht richtig voranzukommen." Dabei müsse gerade der Bau der Burgstädter Straße forciert werden. Mit acht Vorfällen sei die Trasse im Vorjahr zum Unfallschwerpunkt geworden. "Der Zustand dieser Straße ist unseren Bürgern nicht mehr zu vermitteln." Ihre Instandsetzung ist für den Brückenneubau ebenso Voraussetzung wie die Sanierung der Waldheimer Straße. Bei dieser gehe das Landratsamt zwar weiter von einem Baubeginn in diesem Jahr aus. Doch die Fördermittel seien noch nicht bewilligt, Baurecht bestehe ebenfalls noch nicht. lkb

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