Was die Vereine zur Gartenschau machen

Dieses Jahr wird für fast alle Vereine vom großen Festival der Blumen bestimmt. Beim Tag der Begegnungen gaben Ehrenamtliche einen Vorgeschmack darauf.

Frankenberg.

Die Ehrenamtspauschale hat Frankenbergs Bürgermeister Thomas Firmenich (CDU) schon im Sinne der Landesgartenschau (Laga) weitergereicht. Je nach Größe bekommen alle Vereine zwei bis vier Tageskarten für die Laga. Was die organisierten Ehrenamtler alles können und zu bieten haben, stellten sie am Sonntag im Anschluss an den Neujahrsempfang im Kulturforum "Stadtpark" zum Tag der Begegnungen vor. Das Stadtoberhaupt schaute an allen Ständen vorbei. "Die Vereine sind Dreh- und Angelpunkt des Engagements unserer Bürger", sagte Firmenich. "Wir helfen ihnen, so gut wir können, legen unser Augenmerk vor allem auf die Jugend." Dass 2019 kaum ein Verein an der Laga vorbeikommt, sei keine große Überraschung.

Kleingartenverein Lützelhöhe: "Wir werden im Juli und September den Stand des Kreisverbandes der Kleingärtner auf dem Gartenschaugelände betreuen", erklärte die Spartenvorsitzende Karin Müller. "Die Laga ist natürlich auch für uns Werbung. Wir haben schon Führungen durch unsere Anlage angeboten, aber noch keine Rückmeldung erhalten. Es wäre schön, wenn wir stärker einbezogen würden. Unser Verein steht für naturnahes Gärtnern, also den Verzicht auf Chemie, dafür mehr Schutz für Insekten."

SV Barkas Frankenberg: "Wir organisieren einen Laga-Cup", erzählte Vereinschef Peter Meisel. "Das wird ein Fußballturnier im Nachwuchsbereich, bei dem alle Städte beteiligt sind, die schon mal eine Gartenschau ausgetragen haben." Barkas setze ohnehin stark auf die Nachwuchsgewinnung. "Zum Schnuppertraining für Bambinis hatten wir vor einigen Tagen 28 Kinder", so Abteilungsleiter Thomas Wickleder. "Spaß hatten alle, zehn Kinder sind nun schon in den Trainingsbetrieb eingestiegen." Neben dem bekannten Peter-Ducke-Fußball-Camp soll es im Sommer noch ein gesondertes Angebot geben. Und mittelfristig arbeite man auch wieder am Aufstieg der ersten Männermannschaft.

Bergstadt Bleiberg: Zu Jahresbeginn hatte nach dem Neujahrsschmieden das Dach eines Hauses im mittelalterlichen Schaugelände in Sachsenburg gebrannt. "Das wird nun erneuert", versprach Vereinsvorsitzender André Scheer. "Wir hatten ohnehin geplant, an diesem Haus etwas zu machen. Der Verein plant einen Infostand auf der Laga. Schon jetzt habe sich eine große Reisegruppe angemeldet, die nach der Gartenschau den Bleiberg besuchen will. Jahreshöhepunkte sollen die Handwerkertage am 11. und 12. Mai sowie der Jahrmarkt am 24. und 25. August werden. Ausverkauft ist bereits die Whiskey-Verkostung, Restkarten gibt es noch für die Bierverkostung am 13. April und die Wanderung am Ostersonntag.

Historischer Besiedlungszug: Auch die Siedler wollen sich zur Gartenschau präsentieren. Der Tross zieht vom 6. Juli mit Start an der Rußbutte im Frankenberger Lützeltal bis zum 14. Juli durch Mittelsachsen. Das Ziel ist wie im Vorjahr der Seidelhof in Sachsenburg. Im November wird zudem das 25-jährige Bestehen des Vereins gefeiert.

Carnevalsverein: Präsidentin Karin Lohfink kann schon fast ausverkauftes Haus für die Abendveranstaltung 2. März im Kulturforum "Stadtpark" vermelden. Motto: "Der FCV lädt ein, Held eurer Kindheit zu sein". Karten gibt es noch für den Weiberfasching am 28. Februar (ein Donnerstag) an gleicher Stelle. Motto ist dort "Ob groß und klein, ob Yin und Yang - Gegensätze zieh'n sich an". Kinderfasching ist am 3. März ebenfalls im Kulturforum.

Kunst- und Kulturverein: Der von Patrick Müller geleitete Verein hat direkt nichts mit der Gartenschau in Frankenberg zu tun. "Wie werden sicher einige Sachen mit der Kamera filmen", erläuterte Müller, dessen Super-8-Workshop: "Film' dein Frankenberg" nahezu ausgebucht ist. Eine Anmeldung liegt auch aus den USA vor. Schon jetzt wird der "lebendige Adventskalender" vorbereitet. Fünf Zusagen gab es bereits zum Tag der Begegnungen. Die Türchen des Adventskalenders will der Verein weiterhin aller zwei Jahre öffnen.

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