Wenn Rettungsgeräte zum alten Eisen werden

Freiwillige Feuerwehr Altmittweida braucht neue Technik

Altmittweida.

Die Einsatzkräfte in Altmittweida haben ihre Werkzeuge gehegt und gepflegt. Bei den Einsätzen der Feuerwehr dürfen sie aber nicht mehr verwendet werden. Nun muss brandneue Technik her. Für Unfälle, bei denen beispielsweise Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt werden und Werkzeug zum Öffnen deformierten Autotüren oder zum Wegdrücken von Wrackteilen benötigt wird, ist die Freiwillige Feuerwehr Altmittweida derzeit schlecht gerüstet. Wie Gemeinderat Jörg Sahm (CDU) zur jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte, würde solch ein Einsatz die Kameraden in eine prekäre Situation bringen. Die Unfallopfer müssten länger als nötig auf Hilfe warten. Dieser Zustand sei nicht hinnehmbar.

"Die Wehr besitzt Rettungsgeräte für derartige Einsätze. Aufgrund des Alters dürfen sie jedoch nicht mehr verwendet werden", schilderte Jörg Sahm. Laut Bürgermeister Jens-Uwe Miether (parteilos) sind die Einsatzkräfte in Altmittweida mit Werkzeug für technische Hilfeleistungen ausgestattet, das mehr als 20 Jahre alt ist. Jörg Sahm erklärte, die Wehr habe die Geräte gehegt und gepflegt, sie seien funktionstüchtig, der Gebrauch bei Feuerwehreinsätzen sei jedoch nicht mehr erlaubt. Der Bürgermeister begründete diese Bestimmung unter anderem mit Bauweise und Material der Autokarossen. Sicherheitskomponenten wie beispielsweise die als A- und B-Säulen bezeichneten Streben von Fahrzeugen wiesen heute eine oft höhere Stabilität auf als noch in den 1990er-Jahren, so Miether.

Einhellig stimmten die Gemeinderäte für den Kauf eines neuen hydraulischen Rettungsgerätes. Jens-Uwe Miether erläuterte, das druckluftangetriebene Werkzeug besitze Spreizer und Scheren. Es kann bei der Rettung und Bergung von Menschen bei Unfällen auf der Straße oder auf der Schiene und bei vielen sonstigen Unglücksfällen eingesetzt werden. Reichlich 21.000 Euro kostet die Neuanschaffung der modernen Technik. Knapp 8500 Euro bekommt die Kommune als Zuschuss. Das Geld komme vom Freistaat, der Fördersatz betrage nur 40 Prozent, erläuterte der Ortschef.

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