Wie passen 13 Künstler in eine Schau?

Die neue Ausstellung im Hainichener Gellert-Museum zeigt ab Sonntag, wie vielfältig die Kunstszene in Mittelsachsen ist. Alle Beteiligten haben einen Bezug zum Haus.

Hainichen.

Es wird eine Ausstellung, die sich im wahrsten Sinn des Wortes gewaschen hat. Mit "13 auf einen Streich" überschreibt das Gellert-Museum Hainichen das, was im Haus im Stadtpark ab Sonntag zu sehen sein wird. 13 Künstler stellen sich dann in einer Ausstellung vor. Die schlicht "rendez-vous" betitelte Schau erstreckt sich über alle drei Etagen des Parkschlösschens, Keller mit Gewölbe inklusive.

Und dort befindet sich seit der Sanierung des bereits 1985 als Museum eröffneten Hauses auch schon eines der ungewöhnlichsten Ausstellungsobjekte: Der fabelhafte Waschtisch von Ralph Siebenborn. Natürlich ist das Kunst, und die kann auch nicht weg. Soll sie auch nicht. Seit 2005 können sich Besucher bei "Eule und Star" die Hände waschen. Siebenborn, der heute bei Pobershau lebt, hat wie alle anderen Künstler einen Bezug zu Hainichen und/oder zum Museum.

Neben Siebenborn sind das Everett Duarte, Frances Duarte, Jürgen Henker, Jutta Henker, Marcel Kabisch, Leo Lessig, Daniel Lorenz, Birgit Reichert, Hanna Siebenborn, Rainer Simon, Bernd Steinwendner und Petra Töppe-Zenker. Zur Vernissage werden zudem Almuth Reinhold, "Anasages z. B. Theater" und Liddy Rückert für Unterhaltung sorgen.

"Alle Künstler sind mit der Stadt oder der Umgebung verwurzelt, und alle Beteiligten sind oder waren mit unserer Einrichtung in künstlerischer Art verbunden", erklärt Museumsleiterin Angelika Fischer, wie die Schau überhaupt entstanden ist. "Im Vorfeld gab es viele Einzelgespräche, bei denen sich herausstellte, dass kaum jemand genügend neues Material für eine Personalausstellung hat. Also haben wir einfach alle in eine Schau gepackt."

Und die wird nun am Sonntag eröffnet. Mit einem Happening aus Musik, Pantomime und Geschichten auf drei Etagen laden die 13 Kunstschaffenden ein. Dabei treffen Malerei, Drucke, Keramik, Fotografie, Objekte, Materialbilder (Assemblagen) auf Produkt- und Gestaltungsdesign. Einige Arbeiten sind explizit für diese Ausstellung entstanden oder erstmals zu sehen. "Kunst und Design tritt mit den Machern der Jahrgänge 1939 bis 1980, den Vermittlern und dem Publikum in einen neuartigen Austausch", sagt Angelika Fischer. "Wir zeigen eine große Vielfalt und Kontinuität der Kooperationen zwischen Museum und Kreativen. Stoff für Diskussionen und Anregungen ist garantiert." Alle beteiligten Künstler werden am Sonntag im Museum erwartet, auch Regisseur Rainer Simon.

Die Ausstellung "rendez-vous" im Gellert-Museum in Hainichen, Oederaner Straße 10, wird am Sonntag, 11 Uhr, eröffnet. Die Schau ist dann bis 12. Januar 2020 zu sehen. Das Museum hat regulär Sonntag bis Donnerstag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. www.gellert-museum.de

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