Jugendclub "Drop In" in Mittweida geschlossen: CVJM erklärt, warum

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Seit Ende Juli ist der Treff "Drop In" im T9 am Technikumplatz für Kinder und Jugendliche geschlossen. Wie es dazu kam, dass ein Freizeitangebot der Stadt vorübergehend schließen muss und wie es um die Wiedereröffnung steht, berichtet Helmut Hammer, Vorstandsmitglied im CVJM Mittweida.

Freie Presse: Wie ist es dazu gekommen, dass der Drop In vorübergehend schließen musste?  
  
Helmut Hammer: Während der Pandemie musste der Jugendtreff zeitweise schließen, später gab es unter Hygieneauflagen eine eingeschränkte Öffnung. Die ehemalige Sozialarbeiterin hat über Online-Angebote Kontakt zu den Jugendlichen gehalten. Grund für die aktuelle Schließung des Drop In seit Ende Juli ist der Weggang der Sozialarbeiterin. Die Abschiedsparty war am 22. Juli. 
  
Freie Presse: Was bedeutet das für die Kinder und Jugendlichen, die dort regelmäßig ihre Freizeit verbracht haben? 
  
Helmut Hammer: Es ist erstmal wieder ein guter Ort weniger in Mittweida, in dem sie ihre Freizeit verbringen und andere treffen können. Und es gibt eine professionelle Gesprächspartnerin und Wegbegleiterin weniger in der Stadt, die für die Jugendlichen da sein und gemeinsam mit ihnen kreativ sein kann.

Freie Presse: Seit wann gibt es den Jugendclub Drop In in Mittweida und wie ist er entstanden?   
  
Helmut Hammer: Den Drop in im T9 gibt es seit 2015, als das Gebäude Technikumplatz 9 fertiggestellt wurde. Die offene Kinder- und Jugendarbeit des Christlichen Vereins junger Menschen CVJM Mittweida gibt es schon viel länger, etwa seit Anfang der 2000er Jahre. Bis zum Umzug an den Technikumplatz gab es den "Jugendkeller Crossroads" im Souterrain des Gemeindehauses der Evangelischen Freikirche Mittweida. Der CVJM Mittweida hatte sich 2012 erfolgreich um die Fortführung der Arbeit am neuen Standort im T9 beworben. 

Freie Presse: Wer kommt in den Drop In? 

Helmut Hammer: Die Zielgruppe sind Kinder, Pre-Teens und Jugendliche von 10 bis 21 Jahren sowie junge Erwachsene bis 27 Jahre. Der Schwerpunkt der tatsächlichen Besucherinnen und Besucher liegt vor allem im Bereich Pre-Teen (zwölf bis 14 Jahre) und Teenager (14 bis 18 Jahre). Kinder unter zwölf Jahren besuchen den Jugendtreff nur vereinzelt.

Freie Presse: Was hat der Verein in den letzten Monaten getan, um eine Lösung zu finden? 
  
Helmut Hammer: Der CVJM Mittweida als Träger hat die Stelle neu ausgeschrieben. Wir haben uns auch für einen Nachfolger entschieden, der hoffentlich bald die Arbeit fortsetzen wird. Eine vorübergehende Öffnung ohne eine Fachkraft ist aber nicht möglich.
  
Freie Presse: Wird es in den kommenden Herbstferien wieder ein Programm für Kinder und Jugendliche im Drop In geben? 
  
Helmut Hammer: Das ist unser Ziel. Anders als in den Sommerferien, wenn das Mittweidaer Freibad offen hat, sind Angebote in der offenen Arbeit in den Herbst- und Winterferien normalerweise gut nachgefragt.

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