Was neue Studenten über Mittweida denken

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Das neue Semester geht los und damit tauchen zahlreiche neue Gesichter in Mittweida auf. Die "Erstis" berichten der "Freien Presse", warum sie sich für die Stadt entschieden und was sie schon erlebt haben.

Mittweida.

Gemeinsames Frühstück, Campusrundgang, Informationsveranstaltungen, Filmabend - die Studentinnen und Studenten, die im Wintersemester ihr Studium an der Hochschule Mittweida starten werden, hatten in den vergangenen Wochen einen vollen Terminkalender. Bei den Erstsemester-Tagen lernten die neuen Studierenden die Stadt, die Hochschule und andere Erstis kennen, studentische Projekte wurden vorgestellt, es gab eine Party im Studentenclub.

Auch die traditionelle Pragfahrt der neuen Erstsemester fand wieder statt. Gordon Guido Oswald, Geschäftsführer des Studentenrates, sagte: "Wir sind froh auch in diesem Jahr die Pragfahrt durchführen zu können. In den vergangenen sechs Jahren sind die Fahrten nach Tschechien immer wieder auf positive Resonanz gestoßen und erfreuten sich an einer Vielzahl von Teilnehmern - in diesem Jahr wieder weit über 200 Studierende."

Was bringt junge Menschen zum Studium nach Mittweida?

Unterwegs auf dem Campus hat die "Freie Presse" einige Neulinge aus dem ersten Semester zu ihren bisherigen Eindrücken von Mittweida befragt.

Leon Wichern (19 Jahre) studiert IT-Sicherheit:

"Der Hauptgrund, weshalb ich mich für die Hochschule Mittweida entschieden habe, ist, dass meine Partnerin bereits hier studiert. Ich bin von der Wurster Nordseeküste her gezogen. Am meisten freue ich mich darauf, im Studium Kryptologie weiter zu erkunden und mehr zu programmieren. Mittweida ist an sich eine schöne kleine Stadt, sehr freundlich und gut gelegen. Bisher konnte ich aber nur unseren Nachbarn kennenlernen."

Trang Ngo (18 Jahre) studiert Medienmanagement:

"Der Studiengang Medienmanagement gefällt mir. Vergleichbare Studiengänge gibt es oft nur an privaten Hochschulen. Ich ziehe jetzt in eine Einzelwohnung in Mittweida. Ich freue mich darauf, unabhängiger zu sein."

Viktoria Frizler (19 Jahre) studiert Allgemeine und Digitale Forensik:

"Ich habe mich für ein Studium in Mittweida entschieden, weil ich für einen ähnlichen Studiengang an einer anderen Hochschule noch ein Jahr länger hätte warten müssen. Und ich wollte gleich nach dem Abitur studieren. Ich freue mich vor allem auf die Allgemeine Forensik, auf das Praktikum und auch schon darauf, die Bachelorarbeit zu schreiben. Fürs Erste werde ich in Chemnitz wohnen bleiben und zur Hochschule pendeln. Mittweida hat nicht so viel zu bieten, ich bin auch noch nie bis auf den Markt gekommen."

Marie Ullmann (22 Jahre) studiert Medienmanagement:

"Ich habe bisher Allgemeine und Digitale Forensik in Mittweida studiert. Da hatte ich so viel Kontakt mit den Medienstudenten, dass ich mich jetzt entschieden habe, Medienmanagement zu studieren. Dafür bin ich auch wieder nach Mittweida gezogen. Ich kann mir gut vorstellen, bei Radio Mittweida oder dem Campusfestival mitzuarbeiten. Und neben den Praxisprojekten freue ich mich natürlich auch auf die Partys."

Annalena Aller (18 Jahre) studiert Medienmanagement:

"Das Studienangebot für Medienmanagement ist an der Hochschule Mittweida sehr gut. Außerdem studiert mein Freund hier und ich wohne deshalb auch schon länger in Mittweida. Ich freue mich auf die Zeit und darauf, viel Neues zu lernen. Mein Ziel ist es, mich später selbstständig zu machen. Mein Eindruck ist, dass Mittweida eine kleine Einöde ist. Hier ist nichts für mich los und ich sehe auch wenig Studenten in der Stadt."
 

Amelie Ludwig (19 Jahre) studiert Allgemeine und Digitale Forensik:

"Im Studiengang Allgemeine und Digitale Forensik freue ich mich am meisten auf die Tatort-Fotos. Eigentlich wollte ich Architektur in Leipzig studieren, aber das war dann nicht mehr das Richtige. Jetzt bleibe ich in Chemnitz wohnen. Am ehesten würde ich zum Essen ins Stadtzentrum von Mittweida gehen, ich habe gehört es soll dort gutes Eis geben. Und ich glaube der Studentenclub ist ganz cool."
 

Theresa Skock (19 Jahre) studiert Medienmanagement:

"Die Praxisprojekte im Studiengang Medienmanagement waren für mich ausschlaggebend, und dass man im Vergleich zu anderen Hochschulen in kleineren Gruppen arbeitet. Ich komme aus Brandenburg und bin in Mittweida in eine WG gezogen. Ich freue mich darauf, jetzt im Studium endlich das zu machen, was ich will."
 

Knapp 1200 neue Studentinnen und Studenten in der Stadt

Insgesamt haben 1192 Studierende im Wintersemester 2022/23 ihr Studium an der Hochschule begonnen, wie Pressesprecher Helmut Hammer von der Hochschule mitteilte. Davon sind rund 38 Prozent Frauen. Die meisten Neuimmatrikulationen gibt es in den Bachelor-Studiengängen Allgemeine und Digitale Forensik (150) und Medienmanagement (86). "Die mit 17 Jahren jüngste Erstsemesterin beginnt in Allgemeine und Digitale Forensik. Der älteste Studienanfänger mit 55 Jahren ist im Masterstudiengang 'Blockchain & Distributed Ledger Technologies' eingeschrieben", so Helmut Hammer.

Derzeit gibt es insgesamt 5890 Studenten an der Hochschule Mittweida. Etwa 20 Prozent davon sind internationale Studierende, die aus 40 Ländern kommen.

Das könnte Sie auch interessieren

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.