Wo es angenehm kühl ist in Mittelsachsen

Im Freien ist es bei Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius kaum auszuhalten. Doch auch in der Region gibt es Zufluchtsorte.

Freiberg/Rochsburg.

35 Grad Celsius. Die Sonne zeigt sich trotz fortgeschrittener Stunde unerbittlich. Es ist Sonntag kurz nach 17 Uhr. Keine Wolke in Sicht. Schon am Vortag sah es nicht anders aus. Unter den schattigen Bäumen lässt es sich zwar aushalten, der ideale Ort ist es allerdings nicht. Nur ein lauwarmes Lüftchen weht. Und so ist es einem nach wenigen Minuten dennoch viel zu warm. Wer keine Abkühlung in Freibädern, Seen oder Flüssen sucht, muss auf eine Erfrischung nicht verzichten, sondern nur andere Orte ansteuern.

Ausflüge in Museen mit dicken, jahrhundertealten Mauern bieten sich beispielsweise an. Auf der Rochsburg hält sich eine kleine Gruppe im Keller des Schlossmuseums auf. Zu sehen ist die Ausstellung "Lehm, Schilf, Stein - Werkstoffe nicht nur für Pharaonen". Das Thermometer zeigt angenehme 15 Grad Celsius an. Welch herrlicher Kontrast zu der Hitze im Freien mit weit mehr als 30 Grad Celsius.

Auch im Freiberger Silberbergwerk, der Reichen Zeche, lässt es sich in diesen Tagen aushalten. Hier kann jeder, der möchte, für wenige Stunden ins Kühle abtauchen. Unter Tage ist es sogar noch frischer als im Keller der Rochsburg: Denn es herrschen im Bergwerk 12 Grad Celsius.

Die Hitze und die Trockenheit verschärfen derweil die Gefahr von Waldbränden. Im nördlichen Teil Mittelsachsens herrscht nach Angaben des Sachsenforsts mittlerweile die zweithöchste Alarmstufe. Im südlichen Teil des Landkreises ist die Lage etwas entspannter. Laut der Gefahrenkarte des Staatsbetriebs gilt hier die Warnstufe 3, also mittlere Gefahr.

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