Wohin mit dem Weihnachtsbaum?

In mehreren Orten muss die Tanne nun selbst auf den Wertstoffhof gebracht werden. Die drei Städte der Region setzen wie bisher auf ihre Bauhöfe.

Mittweida.

In der Werbung fliegt der ausgediente Weihnachtsbaum einfach aus dem Fenster. Das nennt der Skandinavier dann Knut und feiert ein Fest. In unseren Breiten war die Baumverbrennung in vielen Orten schon zur Tradition geworden. Das wurde aus Umweltschutzgründen oft verboten und ist wegen der Pandemie ohnehin nicht machbar.

Der Landkreis rät dazu Tanne, Fichte oder Kiefer zu einem der zehn Wertstoffhöfe zu bringen, wo die Bäume in haushaltsüblichen Mengen auch kostenfrei angenommen werden, laut Entsorgungsunternehmen EKM noch bis zum 13. Februar. Deshalb bieten in Mittelsachsen bereits mehrere Städte und Gemeinden keine kommunalen Sammelplätze mehr an. Im Rochlitz wurden an den bekannten Plätzen sogar Verbotsschilder aufgestellt. Auch in Geringswalde, Lunzenau und Penig gibt es keine Sammelstellen mehr.

"Bei uns bleibt alles so wie in den Vorjahren", versicherte indes Hainichens Oberbürgermeister Dieter Greysinger (SPD) auf Nachfrage. Die Bäume können wie in den Vorjahren neben allen Glascontainern abgelegt werden. Der Bauhof holt sie dort ab. "Es läuft jetzt so langsam an, der Großteil kommt sicher erst noch", sagt Bauhofleiter Sandro Weiß. Auch Frankenberg setzt weiter auf den Bauhof. Aller zwei, drei Tage schickt dessen Chef Mike Sonntag ein Team an den Containern vorbei, um Bäume einzusammeln. Und auch in Mittweida wird man so schnell nicht von dieser Praxis abweichen. "Es hat sich einfach so eingespielt", erklärt Bauhofleiter Michel Knappe. "Viele Leute würden bei einem Verbot trotzdem ihren Baum dort ablegen, weil sie es gewohnt sind." Bis 25. Januar wird noch eingesammelt. (mit ule)

Wertstoffhöfe in der Region gibt es in Mittweida (Leipziger Straße 48) und in Rochlitz (Colditzer Straße 5b).

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