Zu Besuch bei Ritter von Harras

Warum nicht mal zur Landesgartenschau laufen? "Freie Presse" stellt Wandertouren zum Veranstaltungsgelände vor. Dieses Mal: Start am Bahnhof Flöha oder in Braunsdorf.

Flöha/Frankenberg.

Zu Fuß auf dem Weg nach Frankenberg bietet sich auch das Zschopautal von Flöha aus an. Auf dem Bahnhof dort halten nicht nur Regionalexpress und -bahn Dresden-Hof/Zwickau, sondern auch zwei Erzgebirgsbahnen. Die Wanderer verlassen den Bahnhof in Richtung "Alte Baumwolle". Hier verläuft der schönere Weg als der vom Bahnhofsvorplatz. Es geht entlang der Zschopau bis zur Mündung der Flöha. Über eine Brücke erreicht die Tour das Auenstadion. Die Spaziergänger folgen dem Radweg entlang der Zschopau. Später führt die Strecke parallel zur B180 und mündet in die Straße Zur Finkenmühle. An der gleichnamigen Gaststätte geht es vorbei. Unterwegs müssen doch ein paar Höhenmeter gemacht werden. Der Blick nach links Richtung Fluss lohnt immer wieder.

Die Schauweberei in Braunsdorf - auf einer kleinen Insel gelegen - wirkt auch für die, die das Museum nicht besichtigen, schon von außen imposant. Einige alte Utensilien der Webermühle, die kurz darauf folgt, sind direkt am Wegesrand zu bestaunen. Die Wanderer halten sich nun an die rote Markierung und kommen in Braunsdorf schnell zum Bahnhof. Im Gasthof am Bahnhof ist eine Stärkung möglich. Die Leute auf Schusters Rappen, die erst hier in die Tour einsteigen, sind mit der Citybahn C15 aus Richtung Chemnitz oder Hainichen gekommen.


Immer mal wieder blitzt Schloss Lichtenwalde durch die Bäume und Häuser durch. Die Strecke verläuft einige Zeit entlang der Straße und führt schließlich über die Zschopau in den Niederwiesaer Ortsteil Lichtenwalde. Der Zschopautalweg zweigt erst nach dem Mühlgraben rechts ab und ist weiter rot gekennzeichnet. Hier steht das Harrasdenkmal, das an Ritter Dietrich von Harras erinnert, der gegenüber im 15. Jahrhundert auf der Flucht vor Feinden samt Pferd vom gleichnamigen Felsen gesprungen sein soll und dies überlebt hat. Der Dichter Theodor Körner hielt das später in einer Ballade fest. Übrigens gibt es eine ähnliche Sage von einem kühnen Sprung unter Bedrohung durch Feinde auch über den Hauboldfelsen nahe Schloss Wolkenburg in Limbach-Oberfrohna.

Den Harrasfelsen erkennt man später übers Wasser der Zschopau auf der Tour durch schöne Wälder Richtung Frankenberg. Schon kurz vor dem markanten Kreisverkehr sind auf dem Fluss die Torstäbe des örtlichen Kanuvereins Turbine Frankenberg zu sehen. Hier wird offensichtlich Kanuslalom trainiert. Da später wegen der Landesgartenschau nicht mehr über den Fluss gewechselt werden kann, wird hier die Brücke überquert und der Bundesstraße bis zum Haupteingang Auenweg gefolgt.

Ziel ist der Eingang Stadtpark

Details zur Strecke: Länge der Tour: 11,1 oder 4,9 Kilometer. Start: Bahnhof Flöha bzw. Bahnhof Braunsdorf. Ziel: Haupteingang Auenweg in Frankenberg. Gesamtanstieg: circa 90 Höhenmeter. Höchster Punkt: 284 Meter über dem Meeresspiegel kurz nach dem Ende der Straße Zur Finkenmühle; Tiefster Punkt: 251 Meter an der Bundesstraße B169.

Unser Autor Jens Zeidler ist promovierter Informatiker und arbeitet im Verlag der "Freien Presse" als Controller. In seiner Freizeit geht der 53-Jährige gern wandern und gibt Tipps für andere Leute auf Schusters Rappen. |jz

Zum Wanderlust-Special:  www.freiepresse.de/wanderlust

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...