Zukunft des Gersdorfer Festivals offen

Das "La Libertad" hat den ehrenamtlichen Veranstaltern ein finanzielles Minus gebracht. Die Kasse ist nun wieder ausgeglichen, doch über eine Neuauflage wird erst 2018 entschieden.

Gersdorf.

Drei Tage nach dem Ende des Festivals "La Libertad" im Striegistaler Ortsteil Gersdorf kam ein Hilferuf der Organisatoren. Die Kasse wies ein dickes Minus auf, und auch das Team der ehrenamtlicher Helfer bat um Unterstützung. Drohende Konsequenz: Es wäre sonst das letzte Festival dieser Art gewesen. Es wurde ein Spendenaufruf gestartet und Helfer zu weiteren Treffen eingeladen.

Gestern hat Maik Herrmann, einer der Organisatoren der Kooperative Schloss Gersdorf, Entwarnung gegeben: "Unsere finanziellen Verluste konnten wir mit Spenden wieder ausgleichen. Es waren sehr viele Leute, die uns wirklich gerettet haben. Wenn man so ein Fest ohne Anmeldung und Eintritt auf die Beine stellt, ist das Risiko eben auch besonders groß." Das "La Libertad" hatte vom 10. bis 16. Juli mehrere Hundert Menschen nach Gersdorf gelockt. Die Macher warben mit den Schlagworten "links, vegan und selbstverwaltet". Neben vielen Workshops gab es auch Musik, live und aus der Konserve. Unter der Woche wurden täglich bis zu 100 Besucher gezählt, am Samstag waren es dann 600 Leute. "Kein Vergleich zu früheren Veranstaltungen", sagte Herrmann. "In dieser Juliwoche war einfach kein Sommer. Es war zu kalt, ein Sturm kam auch noch dazu. Unsere Aufbauten haben zum Glück alle gehalten, etliche Gäste sind aber doch wieder abgereist."

Herrmann gibt zu, dass nach Ende des Festival nicht nur bei ihm die Nerven blank lagen. Inzwischen blickt er aber wieder optimistisch in die Zukunft. Zu den beiden Aufräumwochenenden seien viele Unterstützer gekommen. Im nächsten Jahr soll es ein "La-Libertad"-Sommercamp geben. "Ergebnisoffen", nennt Herrmann diese Zusammenkunft. "Wir wollen dann diskutieren und ein neues Orga-Team bilden. 2018 wird es aber definitiv kein Festival geben, was in zwei Jahren dann geboten wird, soll im Sommercamp besprochen werden." Das ökologisch ausgerichtete Festival wird seit 2013 aller zwei Jahre veranstaltet, 2015 wurde es sogar gewollt fast komplett ohne Strom durchgeführt, nur mit handgemachter Musik.

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