Zweckverband verkauft mehr Wasser

Entwicklung verläuft entgegen ursprünglicher Prognosen - ZWA hat jetzt 146,2 Millionen Schulden

Frankenberg.

Wetterbedingt hat der Zweckverband Kommunale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Mittleres Erzgebirgsvorland (ZWA) im vorigen Jahr 4,5 Prozent mehr Wasser verkauft als 2017. Das sagte der kaufmännische Geschäftsführer Dirk Kunze bei der ZWA-Verbandsversammlung am Freitag in Frankenberg. Insgesamt waren es 2018 rund 4,73 Millionen Kubikmeter. Auch beim Abwasser wuchs die Menge. Hier entsorgte der ZWA im Vorjahr 4,27 Millionen Kubikmeter, 1,6 Prozent mehr. Die Verbandsleitung hatte ursprünglich damit gerechnet, dass sich der Bevölkerungsrückgang stärker auf den Wasserverbrauch auswirken würde. "Doch das Gegenteil ist eingetreten", so Kunze. Statt mit Wachstum hatte der ZWA mit einem Rückgang um 1,3 Prozentpunkten beim Wasser gerechnet. Dabei lag die Verbrauchsspitze bei 106 Litern pro Einwohner und Tag. Künftig rechnet der ZWA nun mit einem Tagesverbrauch von 103 Litern Wasser je Einwohner. Die Bevölkerungszahl im Einzugsgebiet liege derzeit bei 125.000 und werde laut Prognosen des Freistaates bis 2030 auf 112.000 Einwohner sinken.

Ende 2018 hatte der ZWA 146,2 Millionen Euro Schulden. Die Tilgung der Darlehen laufe aber planmäßig, so Kunze. (dahl)

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