Abschlussklassen peilen Prüfungsphase an

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Nach einem komplizierten und von der Pandemie geprägten Schuljahr geht es an Oberschulen und Gymnasien allmählich auf die Zielgerade.

Hartha.

Isabelle Hammer ist erleichtert. Die Zehntklässlerin erhält seit 8. Februar wieder in der Harthaer Pestalozzi-Oberschule Präsenzunterricht. Im Frühsommer will die 16-jährige Geringswalderin ihren Realschulabschluss in der Tasche haben. Vor allem im Fach Mathematik ist ihr der direkte Kontakt zur Lehrerin und Schulleiterin Heike Brüssau wichtig. "Ich mag es zwar, zu Hause zu lernen. Aber hier im Unterricht werden mir Zusammenhänge viel schneller klar."

Aktuell beleben 28 Schüler die Gänge der Oberschule. Acht davon kommen aus dem benachbarten Geringswalde. "Wir haben die Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt und folgen dem ganz normalen Stundenplan", verdeutlicht Heike Brüssau. Das bliebe bis März so. Dann würden die naturwissenschaftlichen Fächer den Ausschlag geben, in denen die Schüler geprüft werden. "Das wird organisatorisch eine Herausforderung, da der dann geltende Stundenplan nicht immer den Wünschen der Schüler entsprechen wird." Was Brüssau meint, sind die Phasen zwischen den einzelnen Unterrichtsblöcken, die möglichst sinnvoll abgedeckt werden müssten. "Wir haben über 60 Prozent sogenannte Fahrschüler. Damit die nicht einem ständigen Kommen und Gehen ausgesetzt sind, werden wir Räume zur Verfügung stellen, in denen in Ruhe gelernt und die Zeit sinnvoll genutzt wird." Auch im Harthaer Martin-Luther-Gymnasium schwitzt man über Plänen, die für Schüler wie Pädagogen möglichst effektiv sind. Und man habe etwa Mathe-Kurse gesplittet, um die Gruppen klein zu halten. "Montags, mittwochs und freitags findet sogenannter Wechselunterricht statt", erklärt Schulleiterin Heike Geißler. Dann würden nur Prüfungsfächer unterrichtet. "Die eine Hälfte der Schüler ist dann hier im Hause, die anderen schalten sich per Videokonferenz zu." An den beiden übrigen Tagen fände Unterricht in allen anderen Fächern statt. Am Rochlitzer Johann-Mathesius-Gymnasium zehrt man von den Erfahrungen, die im ersten Lockdown gemacht worden sind. Derzeit werden dort 67 Schüler der Klassenstufe elf sowie 48 Schüler der zwölften Klassen vor Ort unterrichtet. "Wir haben keinen Mangel an Räumen und können somit die Hygienevorschriften problemlos durchsetzen", bemerkt Schulleiterin Carsta Drehn. "Es kommt schon mal vor, dass ein Kollege abwechselnd in zwei Räumen Unterricht hält." Das werde allerdings nicht als störend empfunden. Lehrpersonal und Schüler hätten sich damit arrangiert. "Die Prüfungsfächer haben wir für jeden Schüler einzeln geplant." Das entspräche drei Tutor-Kursen und sei somit doch recht übersichtlich. Corona-Tests seien zuletzt am 8. Februar angeboten worden. "Das Angebot wurde von etwa der Hälfte der Schüler genutzt." In der Bilz-Oberschule Penig hat sich die Organisation mit Blick auf die Abschlussklassen fest eingespielt. "Wir unterrichten in sieben kleineren Gruppen von jeweils etwa zehn Schülern", so Schulleiter Jörg Thurow. Dabei würde streng auf Hygiene geachtet. "Die Gruppen bleiben bis auf den Wechsel in Fachkabinette in ihren Klassenzimmern."

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