Alle Kandidaten stellen sich nochmals zur Wahl

Die Frist ist verstrichen. Keiner der Bewerber für das Peniger Bürgermeisteramt hat seinen Rückzug erklärt. Damit bleibt es spannend für den zweiten Wahlgang am 11. Oktober.

Penig.

Trotz mancher persönlicher Enttäuschung über das unerwartete Wahlergebnis bei der Bürgermeisterwahl vor einer Woche ist das Kandidatenquintett immer noch komplett. Bis zum gestrigen Freitagabend, 18 Uhr, hatte jeder Bewerber für das höchste Peniger Verwaltungsamt die Möglichkeit, sich zu melden, wenn er oder sie nicht noch einmal antreten möchte. Da sich keiner der Kandidaten zu diesem Schritt entschlossen hat, stehen automatisch alle fünf erneut auf dem Stimmzettel und stellen sich am Sonntag, dem 11. Oktober erneut dem Wählervotum. Neuer Peniger Bürgermeister wird dann, wer die meisten Stimmen erhält.

Der Gemeindewahlausschuss hatte am Montag das Ergebnis der Peniger Bürgermeisterwahl offiziell bestätigt. "Damit sind die Zahlen rechtmäßig. Die Wahl verlief unaufgeregt und ohne Vorkommnisse", erklärte Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt. Zu längeren Wartezeiten in den Wahllokalen sei es wegen der Corona-Auflagen nicht gekommen.

Im ersten Wahlgang hatte der 40-jährige CDU-Kandidat André Wolf - von Beruf ist er Ingenieur - mit 35,7 Prozent (1537 Stimmen) das beste Ergebnis von allen eingefahren. Der 37-jährige IT-Manager Ronny Wiehl von den Freien Wähler bekam 1229 Stimmen und erreichte somit 28,5 Prozent Stimmenanteil. Einzelkandidat Michael Jahn - 47 Jahre alt und als Unternehmer tätig - erhielt 690 Stimmen und somit 16 Prozent. Der 44-jährige Mike Tauchmann von den Unabhängigen Bürgern für Penig, der beruflich als Elektroinstallateur tätig ist, kam mit 644 Stimmen auf einen Stimmenanteil von 15 Prozent. Die einzige Frau in der Kandidatenrunde - die 34-jährige Einzelhandelsverkäuferin Romy Möbius - erreichte als Einzelkandidatin mit 207 Stimmen einen Anteil von 4,8 Prozent. 4330 der insgesamt 7368 wahlberechtigten Peniger hatten ihre Stimme abgegeben. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 58,8 Prozent.

Beim ersten Wahlgang am 20. September waren 7368 Wahlberechtigte in Penig und in den elf Ortsteilen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. "Wie viele Wahlberechtigte es beim zweiten Wahlgang sind, diese Zahl kann sich bis dahin noch ändern", sagt Manuela Tschök-Engelhardt. Die genaue Zahl werde demnächst bekanntgegeben. Sie rechnet damit, dass die Stimmzettel für den zweiten Wahlgang am nächsten Dienstag aus der Druckerei kommen. "Ich gehe davon aus, dass diese dann am Mittwoch und Donnerstag an die Wahlberechtigten verschickt werden." Wer per Briefwahl seine Stimme abgeben wolle, könne die Unterlagen ab sofort in der Stadtverwaltung beantragen. "Wer bereits am 20. September per Briefwahl teilgenommen hat, bekommt seine Briefwahlunterlagen für den zweiten Wahlgang automatisch zugeschickt", erklärt die Stadtsprecherin. Am Wahltag sind die zehn Wahllokale in der Zeit von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Auch diesmal werden wieder mehr als 100 Wahlhelfer im Einsatz sein.www.freiepresse.de/penig

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