Altmittweida will weitere Flächen für Bauwillige

Der Plan für ein neues Wohngebiet ist überarbeitet worden. Nun wurde auch eine Lösung für das Regenwasser gefunden.

Altmittweida.

Die Realisierung von Wohnbauvorhaben soll der Gemeinde Altmittweida zusätzliche Einwohner bringen. Um über einen Bauantrag und eine Bauvoranfrage zu beraten und zu entscheiden, hat der Gemeinderat getagt. Zu beiden Vorhaben erteilte das Gremium sein Einvernehmen.

"Bauwillige suchen nach den letzten freien Flächen, um darauf Wohnhäuser zu errichten", sagte Bürgermeister Jens-Uwe Miether (parteilos). Die Räte stehen der Erschließung von Bauplätzen und der Umsetzung von Vorhaben zum Wohnungsbau grundsätzlich positiv gegenüber. Wenn es nach ihrem Willen geht, kann es in diesem Jahr in Altmittweida entgegen der allgemeinen demografischen Entwicklung im Landkreis einen Wachstumsschub geben. Sie hoffen derzeit unter anderem darauf, dass auf einem Areal an der Dorfstraße 11 ein komplett neues Wohngebiet entstehen kann. Laut Miether will es ein Unternehmen aus Königshain-Wiederau erschließen.

Die überarbeiteten Planungsunterlagen liegen nach Angaben des Ortschefs seit Anfang Januar aus. Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist bis zum 5. Februar vorgesehen. Wegen des infolge der Pandemie möglicherweise nicht dauerhaften und uneingeschränkten Zugangs zu den Unterlagen in der Verwaltung erfolge die Veröffentlichung in diesen Fall im Internet unter www.gemeinde-altmittweida.de oder im Ausnahmefall durch Versendung, so Miether. So solle sicher gestellt werden, dass jedermann sich informieren und Anregungen oder Einwände vorbringen kann. Er hoffe jedoch, dass es keine Gründe für ein erneutes Veto und einen weiteren Aufschub durch Nachforderungen gibt. "Ich gehe davon aus, dass alle strittigen Punkte mittlerweile geklärt wurden", sagte der Bürgermeister.

Die Altmittweidaer Gemeinderäte wollten bereits vor reichlich einem Jahr grünes Licht für das Projekt geben. Sie stimmten zu, dass für das rund 14.300 Quadratmeter große Gebiet ein Bebauungsplan aufgestellt wird. Kurz darauf billigten sie dem Entwurf und die Auslegung des Planungsunterlagen. In der damaligen Fassung waren zwölf Bauplätze vorgesehen. Übergeordnete Behörden und Fachstellen brachten jedoch Bedenken vor und stoppten die erhoffte schnelle Umsetzung. Vor allem beim Ableiten des Regenwassers wäre es ihrer Ansicht nach ohne Änderungen im Plan später zu Problemen gekommen, erklärt der Ortschef.

In der geänderten Fassung des Entwurfs für den Bebauungsplan ist nun laut Miether beispielsweise ein Regenrückhaltebecken vorgesehen. Dafür wurde auf einen Bauplatz verzichtet. Zudem sind unter anderem Untersuchungen zum Lärmschutz, zu Umweltbelangen und eine Einschätzung zum Artenschutz angefügt.

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