"Anwohner können selbst mit Schnee wegschaufeln"

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Zweckverbandschef Pötzsch über Schäden und Hochwasserprognosen

Rund 125.000 Menschen erhalten ihr Trinkwasser vom Wasser- und Abwasserzweckverband "Mittleres Erzgebirgsvorland" mit Sitz in Hainichen. Der Technische Geschäftsleiter Ulrich Pötzsch gibt im Interview mit Franziska Muth Auskunft, inwieweit Kälte und Co. den Verband betreffen.

Freie Presse: Mit welchen Problemen hat der ZWA bei Frost zu kämpfen?

Ulrich Pötzsch: Die Schäden am Leitungssystem haben in den vergangenen Jahren abgenommen, das betrifft sowohl Trink- als auch Abwasser. Nach zwei strengen Wintern 1994/1995 sowie 1996/1997 haben wir im gesamten Verbandsgebiet über 600 einzelne Maßnahmen realisiert, um unsere Systeme frostsicher zu machen. Die Probleme waren: Die Leitungen lagen nicht tief genug, Baulastträger hatten Material über den Leitungen abgetragen oder die Leitungen wurden oberirdisch verlegt, was durch Isolationsmaterial und Rohrheizungen behoben werden konnte. Ein Problem ist: Die Leute vergessen die Wasserzählergarnituren frostsicher zu halten.

Was lässt sich dagegen tun?

Bei dem Frost sollten die Kellerfenster geschlossen sein. Man kann da auch mal mit an den älteren Nachbarn denken und bei ihm schauen.

Und wenn das Tauen einsetzt?

Dann müssen die Straßenbaulastträger die Einläufe freihalten. Die Bauhöfe machen das schon ordentlich. Die Anwohner können aber unterstützen und selbst Schnee wegschaufeln - dabei den Schnee nicht in Flüsse oder Gewässer schaufeln, sondern dorthin, wo er sicher abtauen kann und niemanden behindert.

Erwarten Sie Hochwasser?

In nächster Zeit wird es kein klassisches Winterhochwasser geben, denke ich. Unter dem Schnee ist der Boden nicht gefroren. Ein Großteil wird ins Grundwasser gehen.

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