Architektur am Gymnasium in Penig auf dem Stundenplan

Die freie Bildungsstätte beteiligt sich an einem Projekt und wird sich dabei unter anderem das Schulhaus sowie die Stadt genau anschauen.

Rochlitz/Penig.

Nicht nur Mathematik, Deutsch und Englisch werden ab dem nächsten Jahr auf dem Stundenplan am Freien Gymnasium Penig stehen, sondern auch regionale Baukultur. Denn die Einrichtung beteiligt sich an dem Projekt "Architektur macht Schule". Dabei handelt es sich um eine Kooperation mit der Förderregion "Land des Roten Porphyr", die über das EU-Programm "Leader" Gelder erhält.

Im vergangenen Jahr hatte das Regionalmanagement mit Sitz in Rochlitz Oberschulen und Gymnasien aufgerufen, sich für die Teilnahme zu bewerben, und die Schulen angeschrieben. Zwei Bildungsstätten haben Interesse bekundet, sagt Regionalmanagerin Jana Uhlmann.

Zum Ende des Schuljahres ist zunächst eine größere Auftaktveranstaltung in der Schule geplant. "Und es wird alles vorbereitet mit den Lehrern, sodass dann zu Beginn des Schuljahres 2021/2022 mit der Projektarbeit begonnen werden kann", sagt Uhlmann. Das Projekt ist für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren gedacht. Es soll den Schülern zeigen, wie vielfältig regionale Baukultur sein kann. "Klassenübergreifend werden unter anderem die baulichen Gegebenheiten der eigenen Schule intensiv wahrgenommen, Stadtpolitik erklärt oder Berufsperspektiven im Bereich Bauwesen aufgezeigt. Es finden spannende Exkursionen statt und ein reger Austausch mit Fachleuten gehört dazu", heißt es in einer Beschreibung. Die Projektarbeit könne in den Unterricht integriert werden.

Die Themen sind von den Schülern frei wählbar. Begleitet werden sie von einem Architekten beziehungsweise Stadtplaner. Die Projekträume - also Stadtteil und Gebäude - sollen im Vorfeld mit der Stadtverwaltung abgestimmt werden, um zum Beispiel in Erfahrung zu bringen, welche Planungen es bereits für Gebäude und freie Flächen gibt. Bei geführten Stadtspaziergängen können die Kinder dann selbst Themenideen entwickeln. Schüler werden auch Vorschläge einbringen können, wie die Stadt verändert werden kann. Noch vor den Sommerferien 2022 soll das Projekt im Rathaus vor Bürgern, Verwaltung und den Stadträten vorgestellt werden. Bei einer Diskussion können Schüler mit den Verantwortlichen in Dialog treten. Auch eine Broschüre und ein Film sind geplant.

Unter anderem Impulse für die Schulhaus- und Hofgestaltung, gerade in der Zusammenarbeit mit Fachleuten, erhofft sich das Gymnasium von der Teilnahme, sagt Christian Wittig, stellvertretender Schulleiter. Ausgelegt ist das Projekt vor allem für Schüler der Klassen 9 bis 11. Intensiv werde man sich in der Woche des fächerverbindenden Unterrichts, die meist vor den Herbstferien stattfindet, dem Projekt widmen. Auch auf Exkursionen sei man gespannt. "Wir hoffen, dass wir uns auch in der Stadt und in der Region etwas anschauen, zeigen unseren Schülern gern Lernorte außerhalb der Schule." Interessant sei das besonders auch für die Schüler, die etwa aus Chemnitz oder der Bornaer Region kommen, denn der Einzugskreis der Schule ist groß. Besucht wird sie derzeit von 232 Schülern.

Für die Peniger Schule stehen 13.500 Euro bereit. "Architektur macht Schule" geht zurück auf eine Initiative der Stiftung Sächsischer Architekten und wird unter Federführung der Leader-Region Schönburger Land organisiert. Zehn weitere sächsische Schulen nehmen teil.

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