Ausbau der Unglückshaltestelle auf alter B 175 hat begonnen

Der Umstieg an der stark befahrenen Straße, wo sich im März ein tödlicher Schulwegunfall ereignete, wird sicherer gemacht. Das hilft den Fahrgästen. Die Elterninitiative hält dennoch an ihrer Hauptforderung fest.

Penig.

Bislang mussten Fahrgäste an dieser Haltestelle aufpassen, um beim Verlassen des Busses nicht in den Straßengraben zu fallen. Auch das Warten auf den Bus, direkt neben der Begrenzungslinie wenige Zentimeter neben der Straße, war gefährlich. Dieser Zustand soll nun ein Ende haben. Am gestrigen Montag haben die Arbeiten zum Ausbau jener Stelle, an der im März eine Schülerin beim Busumstieg tödlich verletzt worden war, begonnen.

Wie von der Unfallkommission vor wenigen Wochen festgelegt worden war, erfolgt nun der Umbau dieses Haltestellenpunktes. In Regie der Landesstraßenbaubehörde Lasuv entsteht eine 18 Meter lange und 2 Meter breite Asphaltfläche. Dazu werde in den Straßengraben ein Rohr eingebaut und dieser dann in dem Bereich geschlossen. Laut Lasuv sind die Arbeiten bis zum 8. Juni geplant. Bei halbseitiger Sperrung wird der Verkehr per Ampelregelung wechselseitig an der Baustelle vorbeigeleitet.


Die Elterninitiative aus Langenleuba-Oberhain, die seit dem tragischen Unfall ihre Bemühungen um sichere Schulwege für ihre Kinder verstärkt hatte, verfolgt diese Entwicklung mit großem Interesse. "Ich sehe das als ein Ergebnis unserer bisherigen Bemühungen für mehr Sicherheit", sagt Elternsprecher Klaus Michael. Doch die Hauptforderung, am alten Bahnhof in Langenleuba-Oberhain eine Haltestelle zu errichten, damit die Schüler durch den Ort fahren und dort aussteigen können, stehe nach wie vor, macht er deutlich. Denn die Unglückshaltestelle an der zur Staatsstraße abgestuften ehemaligen Bundesstraße 175 nahe dem Abzweig Langenleuba-Oberhain war nach dem Unglück für den Schülerverkehr stillgelegt worden. Und auch der jetzige Umstieg am Busbahnhof in Narsdorf sei auf Dauer nicht die Lösung, die sich die Eltern vorstellen. Trotzdem sei am jetzt begonnen Ausbau der Haltestelle erkennbar, dass die Verantwortlichen handeln und um mehr Sicherheit bemüht sind.

Der am Montag begonnene Ausbau der Haltestelle ist auch im Sinne des Nahverkehrsunternehmens Regiobus, wie Fachbereichsleiter Henning Schmidt, bestätigt. "Wir begrüßen alles, was die Situation verbessert", sagt er. Den "idealen Ausbauzustand" habe es an dieser Stelle nicht gegeben, dafür Probleme, wenn mehrere Fahrgäste aussteigen wollten. Denn dafür sei die Fläche am Ausstieg des Busses einfach zu schmal gewesen. Doch das soll sich nun ändern. Und Fahrgäste bekämen an dieser Stelle nun eine Haltestelle, die sicherer sei. Wie die Peniger Stadtverwaltung bereits signalisierte, werde an der Lösung zweier weiterer Probleme gearbeitet. Erst kürzlich hatte Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt erklärt, dass die Stadtverwaltung und das Freie Gymnasium prüfen wollen, das Unterrichtsende so zu verlegen, damit die Gymnasiasten wie die Schüler der Bilz-Oberschule auch, den ersten Nachmittagsbus um 13.25 Uhr von Penig in Richtung Rochlitz schaffen, um nicht an der Haltestelle in Narsdorf umsteigen zu müssen.

Auch arbeite die Stadt Penig an einer weiteren Lösung mit, die auch die Elterninitiative begrüßt: Verlegung der Bushaltestelle an den Bereich des alten Bahnhofs in Langenleuba-Oberhain. Um den neuen Busumstieg zu bauen, muss die Stadt jedoch Grundstücke kaufen. "Von zwei Eigentümern haben wir bereits die Zusage", so Tschök-Engelhardt. Der Stadtrat habe über diese Ausgabe aber noch abzustimmen. "Wir reden über 100.000 Euro oder mehr." Anfang Oktober soll der Fördermittelantrag gestellt werden. Sollten die Pläne aufgehen, könnte die neue Haltestelle am alten Bahnhof zum Schuljahresbeginn 2020/21 in Betrieb gehen.

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