Ausprobieren hat sich gelohnt

Sie helfen in Kindergärten, gestalten Angebote für Schulkinder, kümmern sich in Krankenhäusern um Patienten und packen im Naturschutz mit an - Freiwillige sind in vielen sozialen Einrichtungen im Einsatz. Die "Freie Presse" stellt engagierte Männer und Frauen vor. Heute: Jonas Klettke

Rochlitz.

Als Jonas Klettke sein Abitur 2017 in der Tasche hatte, wusste er noch nicht genau, wie es für ihn weiter gehen sollte. Deshalb ging er zunächst mit einem Freund für neun Monate nach Neuseeland. Dort reifte sein Entschluss, sich im sozialen Bereich eine Arbeit zu suchen. Zurück in Deutschland wollte er sich zunächst für ein Studium an der Hochschule in Mittweida an der Fakultät für Soziale Arbeit bewerben. Doch die Bewerbungszeit war abgelaufen. Er entschloss sich, die Überbrückungszeit für einen Freiwilligendienst zu nutzen. Seit Mitte März ist er nun im Freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) in der Lernförderschule Johann-Heinrich-Pestalozzi Rochlitz eingesetzt.

Jonas Klettke hatte mehrere Stellen von der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH angeboten bekommen. "In der Lernförderschule wurde ich sehr herzlich empfangen und ich war gleich begeistert", begründet der 20-Jährige seine Wahl. "Und für uns war es ein Glücksfall, da wir noch keinen Interessenten gefunden hatten. Jonas konnte mitten im Jahr beginnen", berichtet seine Mentorin und leitende Erzieherin Ulrike Jandt.


Morgens ist Jonas Klettke mit einer der Ersten in der Schule, wenn die Schüler kommen. Er unterstützt unter anderem die Unterrichtsvorbereitungen. Beim Sport, im Kunstunterricht und in Werken steht er Lehrern und Schülern hilfreich zur Seite. "Im Sport mache ich auch aktiv mit, das spornt die Schüler an." Auch die Betreuung im Schwimmunterricht übernimmt der FSJler. "Oftmals gibt es im Schulalltag Situationen auf die flexibel reagiert werden muss, vor allem bei Krankheit von Lehrern", sagt er. Jonas Klettke kümmert sich zudem um die Buskinder und, dass die Hausaufgaben erledigt werden. Mit den Hortkindern geht er meist am Nachmittag nach draußen auf den Spielplatz, um die Erzieher zu unterstützen. Die Kinder mögen ihn auch als Spielpartner, zum Beispiel beim Fußball. Wenn dann die letzten Mädchen und Jungen die Einrichtung gegen 16.30 Uhr verlassen haben, hat auch Jonas Klettke Feierabend.

"Die Möglichkeit, sich in einem Freiwilligen sozialen Jahr auszuprobieren, finde ich sehr gut. Jetzt weiß ich genau, was ich werden will. Ich habe mich für ein Studium für Sonderpädagogik entschieden", sagt Jonas Klettke. Ein FSJ würde er vor allem jungen Leuten empfehlen, die noch keine feste Vorstellung von ihrer Zukunft haben.

"Er kommt durch seine ruhige Art gut mit den Kindern aus. Wir sind froh, dass wir ihn in unserem Team haben", ist auch Ulrike Jandt dankbar für die Unterstützung. Sie ist für 120 Schüler an der Förderschule verantwortlich. "Manchmal testen die Kinder natürlich auch ihre Grenzen aus, da bleibe dann ich aber konsequent", berichtet Jonas Klettke. Im Oktober will er sein Studium in Leipzig aufnehmen.

Junge Leute, die Interesse an einem Freiwilligem sozialen Jahr haben, können sich bei der LMK informieren. Ansprechpartner ist Melanie Wallukat, Gärtnerstraße 2 in Rochlitz, Telefon 03737 7875351.

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