Aussichtsturm: Werbung kommt ins Internet

Das frisch sanierte Geringswalder Wahrzeichen soll besser vermarktet werden. Dafür gibt es jetzt konkrete Ansätze.

Geringswalde.

Die Zeiten schwammiger Ideen und fruchtloser Debatten scheinen vorbei: Bei einem ersten Treff der Interessengemeinschaft Weitblick Geringswalde in der Gaststätte "Zur Wolfsschlucht" wurden mit den etwa 20 Teilnehmern erste Pläne festgezurrt, wie der König-Friedrich-August-Turm intensiver genutzt und touristisch besser erschlossen werden kann. Hintergrund des wiedererwachten Interesses ist die im Dezember abgeschlossene Sanierung des Bauwerkes. Mit dessen Wiedereröffnung wird im Frühjahr gerechnet.

"Um das Wahrzeichen zu beleben, sehe ich unterschiedliche Varianten", erklärte Linke-Kommunalpolitiker und Organisator des Treffens, David Rausch. So könne ein Verein gegründet werden. Die Interessengemeinschaft könne sich auch als "Sektion Weitblick" einem der bestehenden Vereine anschließen. "Oder wir lassen alles so, wie es ist." Konkret heißt das: Mitglieder des Geringswalder Funkclubs als Pächter halten vom Frühjahr bis in den Herbst an Wochenenden und Feiertagen den Turm für Besucher offen. In Kürze werde auch wieder die Flagge gehisst, die anzeigt, dass das Wahrzeichen besetzt und zugänglich ist, kündigte Vereinschef Jens Hammer an.

In der Runde war man sich einig, die Werbetrommel rühren zu müssen. Informationen und Öffnungszeiten sollen im Internetauftritt der Stadt aktualisiert werden. Zudem will sich Ariane Müller vom Funkclub stark machen, den Aussichtsturm in den sozialen Medien in den Blickpunkt zu rücken. "Und statt mit Flyern, könnten wir die Werbung über Ansichtskarten anschieben, die mit einem kurzen Abriss zur Geschichte versehen und im Turm verkauft werden", regte Funker René Matthes an. Er hofft auf Unterstützung durch die Geringswalder. "Wir sind im Verein auch weniger Leute geworden. Es wäre gut, unsere Basis durch Helfer zu stärken." Anita Graupner-Sputh schlug vor, das Ausflugsziel über die Amtsblätter der Region bis hinüber in den Altkreis Döbeln bekannter zu machen.

Geringswaldes erster Vizebürgermeister Falk Horn (Freie Wähler) sieht mit der Inbetriebnahme des Radweges, der Waldheim mit Rochlitz verbinden wird, eine Chance. "Wenn es denn einmal soweit sein wird, muss dort ein Plakat aufgehängt werden. Wir haben das Freibad und das frisch sanierte Ausflugsziel an der Heeresstraße."

Allerdings stünde dann noch immer das Problem der fehlenden Bewirtung von Gästen. "Aber über Gastronomie müssen wir an der Stelle noch nicht reden. Zunächst muss der Betrieb am Turm ins Laufen kommen. Und das ist schon schwer genug."

Diana Wunderlich brachte den heimischen Fußballverein SV 94 ins Spiel, dessen Gelände nur wenige Meter vom Aussichtsturm entfernt liegt. An Spieltagen ließe sich dort vielleicht ein Imbiss einrichten, der sowohl Fußballfans als auch Turm-Ausflügler bedienen könnte.

Einig war man sich zudem darin, Stadtfeste durch Stippvisiten zum Turm zu bereichern. So will Harald Hofmann (Freie Wähler) als langjähriger Ausrichter des Teichfestes zum Beispiel Kutschfahrten hinauf zur Heeresstraße organisieren. Mitte März ist einer neuer Treff geplant.

Interessenten wenden sich an den Funkclub Geringswalde. Kontakt über Telefon 037382 8740 oder 0170 8066313.


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