Bald mehr Platz für Unterricht und Elterngespräche

Mein Lunzenau Die Evangelische Oberschule platzt aus allen Nähten. Deshalb ist ein Anbau geplant. Losgehen soll es schon im Herbst.

Lunzenau.

Lange wurde geplant, gerechnet und beraten. Nun soll es schnell gehen. Die Evangelische Oberschule in Lunzenau braucht mehr Platz. Deshalb bekommt das Schulhaus einen Anbau. In den Herbstferien starten nach derzeitigem Planungsstand bereits erste Vorbereitungsarbeiten.

Vorgesehen ist ein Anbau an der Nordseite, wo der Eingang zur Schule ist. Es entstehen ein Foyer, ein Raum für die Ganztagsangebote sowie einer für Elterngespräche. In den Etagen darüber sind je zwei Unterrichtsräume, einer davon als neues Musikkabinett geplant. "Im zweiten Obergeschoß werden die Klassenzimmer durch eine mobile Wand getrennt, sodass auch ein großer Raum geschaffen werden kann, wenn man sie herausnimmt", erklärt Architekt Jörg Preißler aus Burgstädt, der die Idee für den Anbau entwickelte. Zuvor waren mehrere andere Varianten im Gespräch.


"Der Anbau ist nicht nur funktional, sondern wertet auch das Schulgebäude aus dem Jahre 1974 auf und ist die ideale Lösung für das rund 1,2Millionen teure Bauvorhaben", sagte Peter Jahr, Vorsitzender des Schulfördervereins. Für die Bauarbeiten gibt es finanzielle Unterstützung vom Freistaat. Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) hat am gestrigen Freitag die offizielle Zusage, dass das Fördergeld fließt, nach Lunzenau gebracht. Der Freistaat übernimmt 60 Prozent der Gesamtkosten - also rund 618.400 Euro. Die Stadt unterstützt den Bau mit 160.000 Euro. Der Rest wird durch Geld des Schulvereins und Kredite abgedeckt. "Nicht nur die Schüler und Lehrer der Oberschule profitieren von mehr Platz und besseren Lernbedingungen. Auch Hort und Grundschule sind beteiligt, denn bisher nutzten wir Räume aus der Grundschule mit. Die werden dann wieder frei", erklärt Schulleiter Daniel Illgen.

In der Oberschule lernten im abgelaufenen Schuljahr 230 Schüler, ab neuem Schuljahr werden es über 250 sein. "Es gab viel mehr Anmeldungen für die fünften Klassen, als wir berücksichtigen konnten. 49 Schüler werden in zwei Klassen lernen", sagte Peter Jahr. Damit ist die Schule durchgängig zweizügig. Die Klassenstärke liegt bei 22 Schülern und sollte die 25 nicht überschreiten, sodass eine Gesamtschülerzahl mit 300 erreicht wäre.


Von Mittel- zu Privatschule

Im August 2005 wurde aus der Mittelschule Lunzenau eine Privatschule. Träger ist der Evangelische Schulverein.

Zentrales Konzept ist es, Werte und Normen auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes zu vermitteln. Neben dem vom Freistaat vorgeschriebenen Unterrichtsstoff gibt es Gottesdienste, gemeinsame Andachten sowie außerunterrichtliche Angebote. (fpe)

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