Bauhof rückt zu Pflege der Bachufer aus

Mehr als 50 Kilometer Bachläufe hat Penig zu betreuen. Das geht nicht immer problemlos. Denn sowohl Grundstückseigentümer als auch die Stadt haben Befindlichkeiten.

Penig.

Auch am Donnerstag war der Peniger Bauhof wieder im Einsatz, um die Ränder der Bachläufe von Wildwuchs zu befreien. Von Webers's Gasthof in Richtung Niederhain wurden die Uferbereiche des Leubabachs gesäubert. Weitere Arbeiten gab es dieses Jahr unter anderem in Niedersteinbach und Tauscha. Vor allem in den zurückliegenden drei Wochen seien die Bauhofmitarbeiter verstärkt im Einsatz gewesen.

"Für unsere mehr als 53,5 Kilometer Bachläufe sind wir als Stadt zuständig. Diese Gewässer befinden sich in fast allen Ortsteilen des 63Quadratkilometer großen Stadtgebietes. Wir haben ein Auge drauf, wo Pflegearbeiten notwendig sind, bekommen aber auch oft Hinweise von den Ortschaftsräten", sagt Bauamtsleiterin Manuela Tschök-Engelhardt. Hin und wieder komme auch Kritik von privaten Anliegern, die Sorgen haben, dass Wasser auf ihre Grundstücke laufen könnte, weil Bereiche zugewuchert sind.

Die Sache habe aber auch eine Kehrseite, wie die Bauamtschefin weiß. Denn die Bauhofmitarbeiter seien darauf angewiesen, dass sie, wenn es notwendig ist, auf die Grundstücke gelangen. Die Termine würden vorher zwischen Bauamt und den Eigentümern abgestimmt. "Die Uferpflege ist unsere Aufgabe. Wir brauchen dazu aber auch die Mitwirkung der Grundstückseigentümer", so die Bauamtschefin. Sie wolle aber auch darauf hinweisen, dass die Anrainer die Gewässerläufe nicht verstopfen sollten und nichts in die Bäche werfen.

Auch im Peniger Ortsteil Tauscha gebe es hin und wieder mal Probleme mit den Uferbereichen am Dorfbach. "Und auch die Staustelle für die Feuerwehr war mal zugewuchert. Das und andere Dinge habe ich bei der Stadt angezeigt. Die Mängel wurden umgehend abgestellt", erklärt Tauschas Ortsvorsteher Gerald Krönert. Er höre aber auch hin und wieder von Anliegern, dass abgemähtes Gras und Grünschnitt im Dorfbach angeschwommen kommen. "Viele halten ihre Grundstücke sauber, das weiß ich. Andere sind da etwas großzügiger", so Krönert. An Letztere wolle er appellieren, im Dorfbach weder Grünschnitt noch andere Dinge zu entsorgen.

"Grundsätzlich sind alle Unterhaltungsmaßnahmen möglichst natur- und gewässerschonend durchzuführen", erklärt dazu das sächsische Umweltministerium. Jedes Jahr erhält Penig vom Freistaat 27.000 Euro für die Uferpflege.

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