Bilder aus Methau reisen nach Japan

Monika und Peter Ledig haben sich erneut an einer internationalen Schau beteiligt. Im Gepäck hatten sie erstmals auch Bilder ganz junger Künstler.

Methau.

Auf die Frage, wann er wieder nach Japan reist, folgt die Antwort von Peter Ledig aus Methau sofort: "Am liebsten morgen". So schnell wird es nicht gehen, aber die Worte geben einen Hinweis darauf, welchen Gefallen der 66-Jährige an dem asiatischen Land gefunden hat.

Schon viele Male hat der Fotokünstler Japan besucht. Erst vor kurzem war er gemeinsam mit seiner Frau wieder in dem ostasiatischen Staat. Im Gepäck hatten die beiden Kunst: eigene und solche, die Kinder der Region geschaffen haben.

Peter Ledig ist seit 1990 freiberuflicher Fotodesigner. Zu seinem Portfolio gehören unter anderem Werbefotos für Unternehmen. Außerdem gibt er Kalender heraus, zum Beispiel mit Motiven aus der Rochlitzer Region oder Luftbildaufnahmen von Landschaften und Städten.

Erste Kontakte zu Japan knüpfte Ledig 1993. Als Leiter von Fotokursen der Volkshochschule Oederan nahm er an einer Austauschfahrt teil. Bei der Reise wurde er auf die Ausstellung "Art X Toyama" aufmerksam. Auf der Schau nahe der Stadt Toyama zeigen Künstler aus aller Welt alle vier Jahre ihre Arbeiten. Mehrfach zählten Werke des Ehepaars Ledig zu den Exponaten.

Vor wenigen Wochen war es wieder soweit. Die Methauer reisten nach Japan zur achten Auflage der Schau. "Meine Frau war 2010 das erste Mal mit und hat sich damals dort eine Kamera gekauft", sagt Peter Ledig. Die 63-Jährige, als Altenpflegerin tätig, entdeckte die Freude am Fotografieren. Diesmal zeigte sie eine 1,90 mal 1,40 Meter große Makrofotografie einer Pusteblume. "Das ist wahnsinnig gut angekommen. Damit hat sie mir den Rang abgelaufen", sagt Peter Ledig lachend. Er selbst zeigte in Fernost eine Grafik. Am Computer hat er ein Foto bearbeitet, das Werk "Traumlandschaft" genannt. Die Arbeiten konnten Ledigs zusammengerollt im Handgepäck mitnehmen. Die Rahmen hielten die Organisatoren bereit.

Künstler aus zehn Ländern - zum Beispiel auch aus China, Spanien und Russland - haben diesmal ihre Werke gezeigt. Auch Malereien und Plastiken waren zu sehen. Noch mehr hatten Ledigs dabei: "Ich habe immer gesehen, dass andere Künstler Kinderzeichnungen mithatten", sagt Peter Ledig. Also sprach er die Zettlitzer Kita "Sonnenschein" und zwei Kindergärten in Döbeln an. Frühlingsbilder, die Narzissen und Schneeglöckchen zeigen, und farbenfrohe Collagen reisten so unter anderem mit. Auch ein Bild seiner vierjährigen Enkelin aus Zedtlitz bei Borna hat Peter Ledig mitgenommen. Dem Publikum hätten die Bilder sehr gefallen. Sie werden voraussichtlich bis Jahresende auf japanischen Ausstellungen gezeigt, kehren dann zurück nach Deutschland.

Zurückkehren, das möchte auch Peter Ledig bald - nach Japan. "Mir gefällt die Kultur, die Achtung füreinander, die herzliche Begrüßung. Obwohl alles so dicht besiedelt ist dort, entsteht keine Hektik", sagt er.

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