Brandschutz und Infrastruktur haben Vorrang

Im laufenden Haushaltsjahr wollen die Wechselburger Geld in ihre Wehren stecken. Auch die Bushaltestellen sollen attraktiver werden.

Wechselburg.

Nach vielen vorangegangenen Diskussionen und Beratungen haben sich die Wechselburger in ihrer jüngsten Ratssitzung auf einen Haushaltsplan für das laufende Jahr einigen können.

Zuletzt waren sich die Räte uneinig, ob ein Häcksler für rund 24.000 Euro für den Bauhof angeschafft werden sollte. Auf das Gerät wurde letztlich verzichtet. Im nun beschlossenen Plan steht dafür die Instandsetzung des Rathausgässchens für rund 14.000 Euro. Ebenso sind auf Wunsch der Gemeinderäte 10.000 Euro für eine Studie eingeplant, in der geprüft werden soll, ob die Straße in der Ortslage Altzschillen mit einem Fuß- und Radweg ausgestattet werden kann. Die Straße durch Altzschillen ist eine Staatsstraße, für die nicht die Gemeinde, sondern der Freistaat zuständig ist.

Die größte Investition in diesem Jahr wurden bereits in der Ratssitzung im August beschlossen: ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit einem 800-Liter-Wassertank für die Nöbelner Feuerwehr wurde bestellt, wie Bürgermeisterin Renate Naumann (CDU) in der Ratssitzung am vergangenen Dienstag mitteilte. Für das Fahrzeug erhält die Gemeinde Fördergelder in Höhe von 102.000 Euro vom Landkreis. Um in Sachen Brandschutz auch zukünftig gut aufgestellt zu sein, plant die Gemeinde eine weitere Investition für ihre Wehr. So ist für die Ortswehr in Wechselburg ein Mannschaftstransportwagen für rund 66.000 Euro vorgesehen. Dafür erhofft sich die Gemeinde einen Zuschuss vom Landkreis in Höhe von 23.000 Euro. "Nur wenn die Fördergelder bewilligt werden, können wir den Mannschaftswagen anschaffen", so Naumann auf Nachfrage der "Freien Presse".

Gleiches gilt für die geplante Instandsetzung von insgesamt sieben Buswartehallen in der Gemeinde. Dafür stehen im aktuellen Haushaltsplan 50.000 Euro zur Verfügung, sofern diese mit einer Leader-Förderung aufgestockt werden könnten. "Sobald es möglich ist, werden wir auf dem Marktplatz ein Wartehäuschen errichten", sagt die Gemeindechefin. Auch das Buswartehaus in Zschoppelshain sei in einem sehr schlechten Zustand und müsse dringend ersetzt werden.

Neben den geplanten Investitionen treibt die Gemeinde auch die Tilgung ihrer Schulden voran. Laut dem neuen Wechselburger Kämmerer, Sven Rudolph, stehen in diesem Jahr noch rund 735.000 Euro (pro Kopf rund 410 Euro) zu Buche. Rudolph strebt an, die Verschuldung pro Einwohner bis Ende dieses Jahres auf 375 Euro zu senken.

In Sachen Steuern ändert sich in Wechselburg im Vergleich zum Vorjahr nichts. Die Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftliche Nutzung) liegt bei 330 Prozent, die Grundsteuer B (bebaute Grundstücke) bei 420 Prozent und die Gewerbesteuer bei 390 Prozent.

Der Haushaltplan wurde von den zehn anwesenden Gemeinderäten nur mit einer knappen Mehrheit beschlossen. Fünf Räte stimmten für den Planentwurf, drei Räte stimmten dagegen und zwei enthielten sich der Abstimmung.

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