Brücke über den Mordgrund wird gebaut

Vor gut drei Jahren wurde zum Ärger vieler die kaputte Querung über die Schlucht abgerissen. Seither war der bekannteste Wanderweg im Rochlitzer Bergwald gekappt. Doch das wird sich bald ändern.

Rochlitz.

Wanderer, Jogger und Radfahrer dürften aufatmen: Denn die Mordgrundbrücke im Rochlitzer Bergwald wird wieder aufgebaut. Ein entsprechender Auftrag ist jetzt an die Grötz Bauunternehmungsgesellschaft aus Niederdorf ergangen. Kostenpunkt: rund 219.000 Euro, großteils gedeckt durch Fördermittel. "Wir freuen uns, dass wir dieses Jahr noch die Bauleistung vergeben konnten", sagt Oberbürgermeister Frank Dehne (parteilos). Sobald es die Witterung zulässt, solle es losgehen. Das dürfte indes kein leichtes Unterfangen für die Baufirma werden. Mit schwerer Technik an das Gelände heranzufahren, ist, wie es Stadtsprecher Jörg Richter einschätzt, kaum möglich.

Die alte Querung, über die bisher der Rudolf-Zimmermann-Weg auf den Rochlitzer Berg führte, war derart marode, dass sie vor fast drei Jahren abgerissen werden musste. Wer seither die Schlucht überwinden möchte, muss weite Umwege in Kauf nehmen oder den steilen Hang hinunter steigen und dann wieder hinauf. "Das entsprach nicht unbedingt unserem Ziel, den Tourismus zu stärken und zu fördern", fährt das Stadtoberhaupt fort.

Und in der Tat gab es seit der Sperrung der Brücke 2012 und dem Abriss ein Jahr später Klagen zuhauf. Während Stadtsprecher Richter auf Kritik verweist, die an die Stadt und an den hiesigen Tourismusverein herangetragen wurde, spricht Andrea Tietze explizit von "Beschwerden". "Es ist schön, aber auch wichtig, dass die Brücke bald gebaut wird", bemerkt die Rochlitzerin, die seit Herbst 2014 als Wanderwegewart fungiert. Schon als Kind sei sie, wie sie sagt, auf dem "wichtigsten Weg im Bergwald" marschiert.

Freude auch bei René Schmidt, der im Bergwald oft läuft und daher 2015 eine Spendenaktion für den Bau der Brücke aus der Taufe hob. "Das ist super", kommentiert der Betriebswirt die aktuelle Entwicklung. Im Vorjahr trieb die Stadt die Planungen zwar voran, doch Fördermittel waren damals keine greifbar. Ergo: Das Projekt war nicht finanzierbar. Schmidt entschloss sich dazu, wenigstens ein Zeichen zu setzen. Bis gestern flossen laut Stadtsprecher Richter fast 1400 Euro auf das Spendenkonto.

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