Brunnen am Markt kein gefährlicher Ort mehr

Polizei ändert Einschätzung der Lage in Rochlitz

Rochlitz.

Rochlitz wurde von der Liste gestrichen. Nachdem die Stadt, speziell der Bereich rund um den Brunnen auf dem Markt, im Juli in einer Übersicht des Innenministeriums mit insgesamt 61 sogenannten gefährlichen Orten in Sachsen aufgetaucht war, herrschte in Rochlitz Unverständnis über diese Einordnung. Nun hat die Polizei die Lage in der Stadt neu beurteilt. Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage der "Freien Presse" sagte, zähle Rochlitz nicht mehr zu den gefährlichen Orten. "Die Voraussetzungen dafür sind nicht mehr gegeben", sagte er.

Details, was genau sich geändert hat, nannte der Sprecher trotz Nachfrage allerdings nicht. Grundlage für die Einordnung eines Gebiets als gefährlicher Ort ist Paragraf 19 des Sächsischen Polizeigesetzes. Zu den umgangssprachlich so bezeichneten Stellen zählen demnach Plätze, bei denen der Polizei Anhaltspunkte vorliegen, dass Straftaten dort verabredet, vorbereitet oder begangen werden. In diese Kategorie fallen zudem Orte, bei denen die Annahme besteht, dass sich Personen dort aufhalten, die dafür keine Erlaubnis haben oder der Prostitution nachgehen.

In Rochlitz hatte die Einordnung des Marktes in diese Kategorie für Unverständnis gesorgt. Oberbürgermeister Frank Dehne (parteilos) hatte sich daher schriftlich an die sächsische Staatsregierung gewandt und gefordert, dass Rochlitz von der Liste gestrichen wird. Es folgte ein Besuch von Sachsens Innenminister Roland Wöller in Rochlitz. "Die Neubewertung der Polizei deckt sich auch mit meiner Einschätzung des Marktplatzes", sagte der Oberbürgermeister, der in den vergangenen Wochen stets darauf verwiesen hatte, dass in Rochlitz in den vergangenen Jahren keine schweren Verbrechen verübt worden sind und es keine Sicherheitsprobleme in der Stadt gebe.

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