Burgstädter engagieren sich für lokalen Stadtfest-Charakter

Tausende haben erneut im Zentrum der rund 11.000 Einwohner zählenden Stadt gefeiert. Die Veranstaltung hat aber mehr als die Funktion einer Party.

Burgstädt.

Wenn Burgstädts Bewohner ihr Stadtfest feiern, dann legen die Organisatoren vom Stadtfestverein vor allem Wert darauf, dass sich Vereine, Künstler, Handel und Wirtschaft der Kommune mit einbringen. Denn Burgstädts Stadtfest soll heimischen Charakter haben, so die Meinung bei den Ausrichtern der größten jährlichen Veranstaltung der Stadt am Taurastein.

Und wer sich am Wochenende auf dem Fest umsah, so wie es mehrere Tausend Gäste taten, konnte bemerken, wie dieser Anspruch erneut umgesetzt wurde. Burgstädter Musiker und Bands gestalteten von Freitag bis Sonntag die Bühnenprogramme, der Männerchor stimmte seine Lieder an, Geschäfte hatten bis in den Abend geöffnet und Burgstädter Schulen gaben ihren jungen Talenten die Chance, sich auf großer Bühne zu präsentieren, so wie am Samstag zur Talentshow mit Mädchen und Jungen der Burgstädter Grundschulen.

Für André Hahn vom Burgstädter Stadtfestverein, der mit der Stadt zusammenarbeitet, ist die gewählte Art der Feier ein Konzept, das nicht nur bei den Burgstädtern gut ankommt. Das sei für ihn nicht zuletzt an der Besucherresonanz ablesbar. Er gehe davon aus, dass auch im nächsten Jahr wieder ähnlich organisiert wird, sodass für alle Generationen etwas dabei sei. Aus vielen Gesprächen wisse er, dass viele im nächsten Jahr gern wiederkommen wollen.


Die Vereins-Chefin

Cornelia Scheibe betreibt ein Modegeschäft in Burgstädt und ist Vorsitzende des Gewerbevereins. Sie empfindet die Burgstädter Note des Stadtfestes nicht zuletzt auch als wichtigen Faktor dafür, dass die Burgstädter ihr Fest mögen, aber auch Gäste aus den umliegenden Städten und Gemeinden kommen. Aus ihrer Sicht ist das Fest auch immer eine Art Aushängeschild für die Stadt, in der sie gern lebt. Das Engagement der Burgstädter für ihr Fest sei bewundernswert. Ihr Verein organisiert im Winter den Stadtadvent.


Die Pädagogin

Ute Knepper, Lehrerin an der Burgstädter Goethe-Grundschule, betreute eine Schülergruppe, die zur Talentshow auf der Bühne stand. "Ich finde es gut, dass Burgstädt seinen jungen Talenten einen festen Platz einräumt." Sie halte das für eine wichtige Sache, nicht nur weil Burgstädter etwas für Burgstädter tun, sondern auch weil es eine schöne Bestätigung für die Kinder ist. Schulleiterin Kerstin Tegt hatte sich darum gekümmert, dass die Darbietungen einstudiert werden, war aber zum Fest verhindert.


Der Musiker

Bodo Martin, der wegen der Liebe nach Burgstädt zog, ist Musiker und trägt als Mitglied einer Band zum Stadtfestprogramm bei. Er sieht die Veranstaltung als wichtigen Beitrag für die Einwohner. "Das Fest stiftet Identität und hat wohl nicht nur für mich die Funktion einer Art von Klassentreffen." Denn hier, so Martin, verabrede man sich mit all denen, die man lange nicht gesehen hat oder unter der Woche der beruflichen Pflichten wegen nicht trifft. Er finde auch gut, wie Burgstädter sich für ihr Fest engagieren.

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