Chefin richtet sich im Rathaus ein

Die Geringswalder Bau- und Gebäudeverwaltung hat eine neue Geschäftsführerin. Die 40-Jährige hat bereits Erfahrung in Sachen Bauen und Wohnen.

Geringswalde.

Noch steht "Kopierraum" neben der Tür zu ihrem Büro. Denn in den zurückliegenden Wochen hatte Claudia Rentzsch weit Wichtigeres zu tun, als sich um die Beschilderung zu kümmern. Die 40-Jährige übernahm Anfang Juli die Geschäfte des Geringswalder Großvermieters Bau- und Gebäudeverwaltung (BGV) von ihrer Vorgängerin Ingrid Berthold, die sich nach 26 Jahren in den Ruhestand verabschiedet hat. Und wenn beim städtischen Vermieter schon umgekrempelt wird, dann richtig: seit Beginn des Monats agiert Claudia Rentzsch vom Rathaus aus. Das Büro an der Straße Am Klosterbach wurde geschlossen. Zentraler geht's nicht.

Bei Fragen rund ums Bauen und Wohnen bringt die Immobilienwirtin viel Erfahrung aus ihrer Zeit bei einer Dresdner Hausverwaltung und als Gebäudemanagerin der Rochlitzer Stadtverwaltung mit. "Ich komme ursprünglich aus der Hausverwaltung", sagt sie zu Gründen für ihren Wechsel. "Ich mag den Umgang mit Menschen, die Vielfältigkeit der Aufgaben. Ein solcher Posten ,wie der in Geringswalde, wird einem nicht jeden Tag angeboten."

Claudia Rentzsch beschreibt sich selbst als sachlich und überlegt in ihren Entscheidungen. "Allerdings bin ich niemand, der erst mal drei Tage an einem Plan bastelt. Und mitunter bin ich ein bisschen mit der Klappe voraus, aber das hält sich alles im Rahmen."

Ihre ersten Tage als Chefin der BGV waren ausgefüllt mit Tagesgeschäft - und damit, Kisten und Kartons zu packen, zu sortieren und Unterlagen in ihrem neuen Büro im Rathaus, unmittelbar neben dem Amtszimmer des Bürgermeisters, einzuordnen. "Ich werde nicht ins kalte Wasser geworfen", sagt sie. Ihre Vorgängerin unterstütze sie noch in allen Belangen.

Zudem werden beide Frauen in nächster Zeit häufig in der Stadt unterwegs sein. Denn mit ihrem Wechsel zur BGV wartet mit der Erhebung der Niederschlagsgebühr durch den hiesigen Wasserverband gleich ein großes Stück Arbeit auf die 40-Jährige. "Wir werden gemeinsam alle Immobilien in Augenschein nehmen. Für mich ist das zugleich eine gute Gelegenheit, mich mit den Besonderheiten der einzelnen Objekte vertraut zu machen", erklärt Rentzsch.

Neben ihrer Arbeit bleibt Claudia Rentzsch derzeit nicht allzu viel freie Zeit. Wenn, dann will sie für ihren Sohn Paul da sein. Die beiden schwarzen Doggen, die ebenfalls zur Familie gehören, müssen dann etwas länger auf einen Spaziergang warten, bis sich am neuen Arbeitsplatz alles eingespielt hat. Und große Reisen stehen ohnehin nicht auf ihrer Wunschliste. "Ich muss nicht um den halben Erdball reisen", sagt sie. "Mein Mann ist durch seinen Montagejob viel unterwegs, und wir sind am liebsten daheim auf unserem Grundstück."

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