Damit der Feuerwehr das Wasser nicht ausgeht

Die Gemeinde Königsfeld hat dem Bau einer Löschwasserzisterne in Schwarzbach zugestimmt. Aber auch in anderen Ortsteilen müssen Teiche repariert und Abdeckungen erneuert werden.

Königsfeld.

Mit Beginn der heißen Jahreszeit wird ein Thema wieder besonders aktuell: Brandschutz. Genau darum bemüht sich derzeit die Gemeinde Königsfeld. In der letzten Gemeinderatssitzung der vergangenen Legislatur haben die Ratsmitglieder den Bau einer Löschwasserzisterne in Schwarzbach beschlossen. Dabei handelt es sich um einen unterirdischen Wasserbehälter. Dieser 200 Kubikmeter fassende Behälter soll seinen Platz neben dem Bürgerhaus in Schwarzbach finden.

Die Ausschreibung sei bereits veröffentlicht, erklärte Bürgermeister Frank Ludwig (parteilos). Rund 120.000 Euro kostet die neue Zisterne, die zu 70 Prozent vom Freistaat Sachsen bezahlt wird. Aber auch in anderen Ortsteilen ist die Gemeinde bestrebt, die Löschwasserreserven in Stand zu halten.


So wurde der Löschwasserteich in Königsfeld vor drei Wochen eigenhändig von den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr repariert, erklärt Ludwig. "Die Teiche sind wie vielerorts schon zu DDR-Zeiten angelegt worden und typische Folienteiche. Die Folien werden irgendwann eben alt und brechen", erklärt Ludwig. Das gilt auch für den Löschwasserteich in Weißbach. Der habe allerdings so massive Schäden, dass dafür nun eine Firma beauftragt worden sei, erklärt der Gemeindechef. Die Reparaturen sind für Mitte Juli angesetzt.

Darüber hinaus müsse die Löschwasserzisterne in Leutenhain dringend mit einem neuen Hydranten versehen werden. "Momentan müssen die Kameraden das Wasser mit einer zusätzlichen Pumpe abnehmen, weil der alte Hydrant das nicht mehr leisten kann", erklärt Frank Ludwig weiter. Die Anschaffung eines neuen Hydranten sei für den frühen Herbst geplant. In Leuphan habe die Gemeinde einen Hochwasserbehälter der Wasserwirtschaft übernommen. Die Wasserwirtschaft habe die Wasserversorgung für die Haushalte anders gelöst, was die Lage des zum Teil oberirdischen Behälters erklärt, der auch über keine Pumpe verfügt. Die Instandsetzung des Behälters für die Löschwasserversorgung ist in Leuphan für Oktober, spätestens November dieses Jahres angesetzt, kündigt der Bürgermeister an.

Die Maßnahmen seien notwendig, um den Brandschutz weiterhin zu garantieren, erklärt Ludwig weiter. "Die Flüsse und Bäche bringen in trockenen Sommern nicht mehr genug Wasser in die Löschwasserteiche, daher brauchen wir zusätzliche Lösungen." Grund dafür sei auch, dass aus den Flüssen und Bächen die Staustufen entnommen wurden, um die Gewässer zu renaturieren. Staustufen sind Anlage zum Aufstauen eines Flusses, um den Wasserstand flussaufwärts und flussabwärts zu regeln. "Im Fall eines Brandes sollten zwischen der Einsatzstelle und einem Zugang zur Löschwasserversorgung nicht mehr als 300 Meter liegen, damit zügig gehandelt werden kann", betont Bürgermeister Ludwig.

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