Damit es Fußballer und Gäste am Sportplatz schöner haben

Statt Kundenbetreuung ist Schwitzen auf dem Gelände des Geringswalder Fußballclubs angesagt. Mit der Aktion "Mitarbeiter vor Ort" folgt ein Konzern einer Tradition.

Geringswalde.

Kevin Müller steht als Drahtzieher auf dem Waldsportplatz. Der Trainer der ersten Männermannschaft des Geringswalder Fußballclubs SV 94 hatte jüngst alle Hände voll zu tun, die Aktion "Mitarbeiter vor Ort" zu koordinieren. Hinter der steht die EnviaM-Gruppe. Der Unternehmensverbund unterstützt damit die ehrenamtliche Arbeit ihrer Mitarbeiter.

Im konkreten Fall geht es um 1000 Euro. Und die Muskelkraft von fünf Männern. Die hat Müller als angehender Industriekaufmann bei Mitnetz Strom bereits akribisch verplant. Seit früh um sechs ist der 21-jährige Geringswalder auf den Beinen. Denn die Liste der Aufgaben ist lang. "Wir haben mit der Umzäunung auf einer Länge von etwa 100 Metern angefangen", sagt Müller. Die Herausforderung dabei: etwas Neues an Bestehendes anzupassen. Die Pfosten entlang des Geländes sind nicht ideal, die Mitnetz-Kollegen machen es passend. "Der Zaun muss her, wir hatten schon Wildschweine auf dem Spielfeld", sagt Müller. Geringswaldes Bürgermeister stattet der Mannschaft einen Besuch ab. "Ich begrüße die Aktion", kommentiert Thomas Arnold.

Die Malerarbeiten im Toilettenbereich hatten Müller und die A-Jugend-Spieler bereits im Frühjahr erledigt. Nachdem der betagte Schaukasten gegen einen neuen getauscht ist und jetzt auch der Briefkasten der Fußballer etwas hermacht, wird das Kassenhäuschen im Eingangsbereich aufgehübscht. Auch das ist in die Jahre gekommen und hat einen frischen Anstrich bitter nötig.

Im Vereinsraum zieht Thomas Ulbricht vom Erlauer Betrieb "Ulbricht und Vogel Elektroanlagen" noch Strippen, bringt Lampen an. Auch der Elektriker ist freiwillig hier, damit Fußballer und Gäste bessere Bedingungen am Platz haben.

"Der Unternehmensverbund fördert das Ehrenamt seiner Beschäftigten gezielt in deren Heimatorten", so Envia-Sprecherin Cornelia Sommerfeld. Seit Beginn der Aktion 2007 seien rund 3500 Projekte bewilligt worden. Im vergangenen Jahr flossen dafür knapp 100.000 Euro in 172 Projekte wie dem in Geringswalde. "Dabei liegen die Schwerpunkte in den Bereichen Bildung und Erziehung, Soziales, Kultur, Sport sowie Umwelt- und Naturschutz", so Sommerfeld. Am Abend ist der Arbeitszettel von Kevin Müller abgearbeitet.

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.