Denkmale der Region geben Einblicke in ihr Innenleben

Zum Tag des offenen Denkmals können am Sonntag historische Bauten besichtigt werden. In mehreren Orten gibt es, passend zum Motto, auch Stadtführungen.

Rochlitz.

"Entdecken, was uns verbindet" - der europaweite Denkmaltag bietet am Sonntag die Möglichkeit, die Region einmal auf andere interessante Weise zu entdecken.

In Rochlitz beispielsweise öffnet Familie Pfeuffer von 10 bis 17 Uhr die alte Baderei am Mühlgraben 10 für die Öffentlichkeit. 1464 wurde das Gebäude erstmals erwähnt. Es zählt zu den bedeutendsten Barockbauten der Stadt. Der Heimat- und Verkehrsverein lädt ab 10 Uhr zu einer Führung durch die historische Altstadt ein - Treff ist am Brunnen auf dem Topfmarkt.

Eine Stadtführung gibt es 9.30Uhr in Penig. Bürgermeister Thomas Eulenberger erklärt die Geschichte von Straßen, Gassen und Treppen und gibt Infos zu aktuellen Bauprojekten. Treff ist an der Ecke Friedens-/Chemnitzer Straße. Um 11 und 13.30 Uhr führt der Förderverein Stadtführungen durch, Treff ist am Markt. Von 10 bis 17 Uhr können die Kellerberge besichtigt werden.

Auf Schloss Rochsburg lädt Schlossleiter Lutz Hennig 11 Uhr zu einer Führung unter dem Motto "Zwischen Romanik und Renaissance" ein. 1190 wurde das Bauwerk erstmals urkundlich erwähnt. Unter den Herren von Schönburg erhielt die Rochsburg Mitte des 16. Jahrhunderts ihr heutiges Erscheinungsbild. Von 10 bis 18 Uhr ist das Museum geöffnet.

In Burgstädt wird gleich an drei Orten zu einem Besuch eingeladen. Der Verein Christophorushaus, der eine Jugendstilvilla am Ahnatalterplatz saniert und dort sein Familienzentrum errichtet hat, lädt von 11 bis 17 Uhr zur Besichtigung ein. Von 11 bis 18 Uhr kann der Taurasteinturm angeschaut werden. Ab 10 Uhr findet dort ein Naturmarkt statt. Der Nabu-Regionalverband ist mit einer Saftpresse vor Ort. Zudem spielt das Brass- und Swingorchester aus Ottendorf. Traditionell beteiligt sich auch die katholische Kirche an der Lessingstraße 2 am Denkmaltag. Von 10 bis 18 Uhr kann der moderne Sakralbau besucht werden.

In Mittweida wird das denkmalgeschützte Finanzamtsgebäude in der Heinrich-Heine-Straße vorgestellt. Es feiert dieses Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass öffnet es am Sonntag von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr seine Türen.

Das im 16. Jahrhundert erbaute Schloss Ehrenberg ist am Denkmaltag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Um 15 Uhr wird eine Holzausstellung mit naturgeformten Objekten von Ulrich und Heike Gründler eröffnet. Die Kirche Grünlichtenberg lädt zu Führungen und zur Besichtigung einer Fotoausstellung mit Bildern von Schule und Rittergut ein.


"Pressetonne" am Freiberger Obermarkt stellt sich vor

Eine beeindruckende Architektur aus verschiedenen Jahrhunderten können interessierte Besucher anlässlich des Denkmaltages am Sonntag am Freiberger Obermarkt besichtigen. In der Zeit von 10 bis 17 Uhr stellt sich das historische Pressehaus vor. Die Gäste erwartet ein ausgeschilderter Rundgang, bei dem man sich das aus dem 13. Jahrhundert stammende Tonnengewölbe anschauen kann. Auch die interessante Wandmalerei aus dem 16. Jahrhundert, eine Wendeltreppe aus dem 17. Jahrhundert und vieles mehr sind zu besichtigen.

Freiberg beteiligt sich am Sonntag aber noch mit weiteren Sehenswürdigkeiten am Denkmaltag. So ist von 10 bis 17 Uhr der Drei-Brüder-Schacht geöffnet. Ebenfalls von 10 bis 17 Uhr kann man sich im ehemaligen Postamt umschauen. Kern der dortigen Ausstellung ist die originale Wählvermittlungsstelle von 1929. Auch Zeitzeugen wie Telefonapparate, Teile der Vermittlungstechnik sowie zwei funktionierende Fernschreibmaschinen sind zu bestaunen. Im Stadt- und Bergbaumuseum, Am Dom 1, kann man sich über Ergebnisse archäologischer Grabungen informieren. (ule)

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