Diebe stehlen Technik von Lebensrettern

Ausbildung und Einsätze der Ehrenamtlichen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft sind nun gefährdet.

Sachsenburg.

Wofür die Diebe die Beute nutzen wollen ist unklar, zumal das Material im privaten Gebrauch eher unüblich ist. Umso erstaunlicher ist, dass die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Mittelsachsen (DLRG) jetzt Opfer eines dreisten Diebstahls geworden ist.

Im Frankenberger Ortsteil hatte der Verein Sachsenburg 1990 zum Aufbau eines Katastrophenschutzzuges ein Grundstück am Schloß gepachtet, wo seit 2013 Einsatztechnik auf einem umfriedeten und abgeschlossenen Grundstück in einem Anhänger gelagert wurde. Hier bemerkte am vergangenen Sonntag der Vereinsvorsitzende Ulf Hoffmann, dass einiges an Material fehlte. "Bei einem Kontrollgang bemerkte ich, dass unser Schlauch- und Materialanhänger geöffnet war", erklärte Hoffmann. Unter anderem fehlten feuerwehrtechnische Ausstattung sowie Ersatz- und Anbauteile für Einsatzfahrzeuge und Anhänger", so der Vorsitzende. Die DLRG nutze die feuerwehrtechnische Ausstattung wie Schläuche und zugehörige Spritzen beispielsweise zum Auspumpen von Kellern nach einem Hochwasser und zur Ausbildung der eigenen Rettungskräfte.

Nun fehle so viel an Schlauch-Material dass es für Ausbildung und Einsatz nicht mehr ausreiche. Hoffmann kann nur spekulieren, dass die Diebe ihre Beute zum Verkauf anbieten. "Gerade die gestohlenen Lkw- und Anhänger- Ersatzteile sind rar, die meisten unserer Einsatzfahrzeuge sind bereits Oldtimer. Solche Teile werden meist nur noch auf Oldtimer-Märkten angeboten was die Neubeschaffung für den Verein erschwert", so Hoffmann. Er hat den Diebstahl bei der Polizei angezeigt. Den Wert der entwendeten Gegenstände schätzt die DLRG Mittelsachsen auf rund 400 Euro.

Die DLRG Mittelsachsen sucht seit Jahren nach einem geeigneten Standort für einen Stützpunkt für die gut 70 Mitglieder in Frankenberg. In diesem Jahr wird der Verein in Sachsenburg 30 Jahre alt. "Wir sind überwiegend ein Jugendverein, der Kinder im Rettungssport sowie Rettungsschwimmer ausbildet und im Leistungssport an Wettkämpfen teilnimmt", so Hoffmann. Doch auch die Ausbildung an den Fahrzeugen sei willkommen, zumal etliche Mitglieder zugleich in Feuerwehr, THW oder DRK organisiert seien. Stünden Fahrzeuge und Ausrüstung in sicheren Hallen, könne man auch über Anschaffungen wie ein Rettungsboot nachdenken.


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