Diesem Schandfleck gehts an den Kragen

DDR-Tapeten-Fetzen, morsche Balken, offene Decken, aber stilvolle Kreuzgewölbe - das Haus Markt 5 in Penig steht vor einem Wandel. Beim "Goldenen Stern" sieht es noch nicht danach aus.

Penig.

Die Glastür hinter rot-maschigen Baunetzen geht auf. Ein feucht-modriger Geruch zieht in die Nase. Auf dem zerfetzten grauen Teppich liegt vereinzelt Schrott. Dass bis Ende Oktober ein Textilladen im Erdgeschoss des Peniger Hauses am Markt 5 ansässig gewesen ist, davon zeugt nur noch ein geborstener Wandspiegel und alte Kassen im Nebenraum. Bis Spätherbst 2017 soll das im 16. Jahrhundert errichtete Gebäude saniert werden. Losgelegt haben die Handwerker unterm Dach. Teils morsche Balken werden ausgetauscht; in der Küche der Dachgeschosswohnung soll bald die Gaube erneuert und mit bodentiefen Fenstern versehen werden. Durch diese geht es für die neuen Mieter einmal auf den noch fehlenden Balkon - Blick auf Mulde und Stadt sind gratis. Alte Holztreppen geht es hinab. In der zweiten Etage hängen Tapeten und Zeitungen von Wand und Decke. In wenigen Monaten wird hier eine helle Drei-Raumwohnung entstanden sein. In Etage eins fallen in jedem Zimmer der Zwei-Raumwohnung stilvolle Kreuzgewölbe ins Auge - eine Seltenheit. Im Erdgeschoss soll ein Dienstleister einziehen.

Die Fassade wird laut Penigs Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt einmal in einem peppigen grau erstrahlen.

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