Durchfahrt acht Monate lang gesperrt

Wolkenburger müssen mit Behinderungen rechnen

Wolkenburg.

Es ist erst zwei Jahre her, dass die Wolkenburger Ortsdurchfahrt monatelang dicht wahr. Ein knappes halbes Jahr war 2017 nötig, um eine marode Stützmauer auf Höhe des Schlossparks zu erneuern und den Felsen zu stabilisieren, um Steinschlag zu verhindern. Demnächst müssen sich die Einwohner wieder auf Verkehrsbehinderungen einstellen, die noch länger dauern werden.

Etwa acht Monate lang muss die Straße Schloßberg zwischen der Muldenbrücke und der unteren Einmündung der Mühlenstraße gesperrt werden. Das hat das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr auf Anfrage der "Freien Presse" mitgeteilt.

Die Sperrung ist nötig, weil eine Stützwand an der Ecke Schloßberg/Mühlenstraße bereits im Jahr 2015 nach einem heftigen Regenguss abgesackt war. Seitdem ist der Straßenrand mit Warnbaken abgesperrt.

Nach Angaben des Landesamtes wird zunächst die Böschungsbefestigung abgebrochen, anschließend eine neue Stützwand errichtet und zum Schluss eine neue Fahrbahn aufgebracht. Dabei legen die Arbeiter auch einen Fußweg auf der Talseite an, der bislang auf jenem Abschnitt der Ortsdurchfahrt fehlt. Der Gehweg wird anderthalb Meter breit sein. Für die etwa 5,5 Meter breite Fahrbahn ist entgegen anderslautenden Meldungen nicht mehr Raum eingeplant. Eine Verbreiterung wäre ohnehin nur möglich, wenn man in den Felsen an der Bergseite eingreift.

Auf die sehr beschränkten Platzverhältnisse verweist auch das Landesamt mit Blick auf die Bauphase: Deshalb sei eine Vollsperrung nötig. Auch Fußgänger dürfen den Abschnitt in dieser Zeit nicht passieren. Zu den Baukosten will sich die Behörde noch nicht äußern, weil derzeit noch die Ausschreibung des Projektes vorbereitet wird.

Auch zu einem anderen wichtigen Detail gibt es noch kleine Klarheit - nämlich wann das Vorhaben umgesetzt wird. Auf Nachfrage will sich das Straßenbauamt nicht einmal darauf festlegen, dass die Stützmauer im nächsten Jahr erneuert wird. (jop/jüw)

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