Ein Hingucker in der Ortsmitte von Göritzhain

Neuer Dorfanger mit Brunnen wird am Montag eingeweiht

Göritzhain.

Es ist vollbracht: Aus dem einst wenig ansehnlichem Platz gegenüber des Göritzhainer Rathauses ist ein Dorfanger geworden. Wenn im Frühjahr das frische Gras sprießt und die neu gesetzten Büsche und Bäume neben dem sanierten Brunnen blühen, wird der Anger ein Hingucker sein. Die Einweihung findet am Montag im Beisein des Sächsischen Umweltministers Thomas Schmidt (CDU) statt, teilte die Stadtverwaltung mit.

Anfang August hatten die Bauarbeiten mit dem Abriss eines Mehrfamilienhauses begonnen. Es war 1902 als Armenhaus errichtet worden. Später dienten seine Räume unter anderem als Freibankschlächterei, als Waschstützpunkt und in den Jahren nach der Wende bis 2009 als Verkaufsstelle einer Bäckerei. Seit 2017 stand das Gebäude leer und verfiel zunehmend. Am 14. Juni dieses Jahres wurde das Haus das letzte Mal genutzt - für eine Brandschutzübung der Freiwilligen Feuerwehren Göritzhain, Berthelsdorf und Lunzenau. Kurz darauf, 117 Jahre nach seiner Errichtung, kamen die Abrissbagger.

Nach der Beräumung und dem Einebnen wurde die Fläche mit Muttererde aufgefüllt. Erstes Grün vom neuen Rasen zeigt sich bereits. Notwendig war auch die Erneuerung des Dorfbrunnens: Der alte wurde abgerissen und durch einen neuen aus wasserdichtem Beton ersetzt.

Im Oktober hievte ein Kran die Brunnensäule heraus. Sie wurde saniert und wieder eingesetzt. Auf die Rasenfläche wurden Bäume und Rhododendronsträucher gesetzt. Die zusätzlich aufgestellte Figurengruppe "Vier-Jahreszeiten" vergrößert nun die Sammlung der im gesamten Ort vorhandenen Betonwerkstein-Figuren.

Die Gesamtkosten für den Dorfanger, der Treffpunkt und Erholungsfläche sein soll, liegen bei rund 110.000 Euro, die Förderung über das Programm "vitale Ortskerne" bei 75 Prozent.

"Das ist eine richtig schöne Ecke geworden, mit kleinen Wegen um den Brunnen und einer Sitzgelegenheit. Das wertet den ganzen Ort auf", sagt Bürgermeister Ronny Hofmann (CDU). Denn Ziel sei es nicht nur gewesen, das verfallende alte Haus zu entfernen, sondern die Fläche, die mitten im Ort liegt, ansprechend zu gestalten. "Ich meine, das ist gut gelungen", so der Bürgermeister.

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