Eisenbahnmuseum erlebt erste Comic-Schau

Matthias Lehmann vom "Prellbock" in Lunzenau zeigt Arbeiten von Gannet. Der Künstler reist mit einem besonderen Buch an.

Lunzenau.

Schon viele namhafte Zeichner, Maler, Karikaturisten, Illustratoren und Fotografen haben ihre Werke im Eisenbahnmuseum an der Erlebniskneipe "Zum Prellbock" in Lunzenau ausgestellt. Comics waren noch nie dabei. Bis jetzt. Matthias Lehmann, vor und seit 20Jahren Ideengeber und Macher hinter Museum und Kneipe, zeigt die Arbeiten des Künstlers Gannet.

Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag. Dabei bringe der Künstler auch den Sammelband "Drinks & Surgery" mit. Das Buch hat Gannet in kleiner Auflage in eigenem Verlag extra für die Ausstellung verlegt, so Lehmann. Die Schau trägt den Titel "Schlangen haben keinen Arsch".

Hinter "Gannet" verbirgt sich nicht nur das englische Wort für Basstölpel - ein gänsegroßer Meeresvogel - sondern auch der 1968 im österreichischen Graz geborene Künstler Helmut Kollars. Jener zog 1972 nach Wien. Anfangs arbeitete Kollars an einem Comic-Strip für die Tageszeitung "Kurier" und fertigte das Layout der Fachzeitschrift "Comic Forum", informiert Matthias Lehmann. 1989 durchquerte Kollars zweimal die Sahara. Anfang der 1990er-Jahre war er freiberuflich als Screendesigner für CD-ROM-Produktionen und Computerspiele tätig. 1995 erschien sein erstes Bilderbuch "Es war einmal ein Zauberer ganz allein". Weitere Bücher zeichnete Gannet für deutsche, österreichische und irische Verlage, arbeitet seit 2006 auch als Kolorist für Werbeagenturen. Nach Stationen in verschiedenen Ländern wohnt Helmut Kollars seit 2013 in Kassel. Weitere Bilderbücher sind gefolgt. Gannet zeichnet heute unter anderem Cartoons für das Satire-Magazin "Titanic" und diverse weitere Magazine.

Die Ausstellung mit Comics von Gannet im Eisenbahnmuseum Lunzenau wird am Samstag, 19 Uhr eröffnet. Helmut Kollars ist selbst anwesend. Die Schau kann kostenfrei bis 10. September besucht werden, zu den Öffnungszeiten des Museums donnerstags bis montags ab 11.30 Uhr.

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