Erpressung in Penig mit Stahlrohr und Klinge

Zwei Männer müssen sich schweren Vorwürfen stellen - Urteil steht aus

Döbeln/Penig.

Die Anschuldigungen gegen die beiden jungen Männer vor dem Amtsgericht Döbeln wiegen schwer: Ein 19-jähriger Peniger und ein 20- jähriger Chemnitzer müssen sich vor einem Schöffengericht wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung und Erpressung verantworten.

Die beiden sollen am 29. Dezember vorigen Jahres auf der Reitzenhainer Straße in Penig einen jungen Mann angegriffen haben. Dabei schlugen sie laut Anklage mit Fäusten auf ihn ein und verletzten ihn außerdem mit einem Metallrohr am Arm. Das Opfer konnte, wie es in der Anklageschrift weiter heißt, jedoch mit einem Fahrrad flüchten. Unmittelbar nach diesem Zwischenfall sollen die Angeklagten ein weiteres Opfer mit dem Metallrohr geschlagen und es unter anderem auf den Kopf getroffen haben.

Wie der Staatsanwalt vor Gericht weiter ausführte, suchten die beiden Angeklagten ihr erstes Opfer nur Tage danach - es war der Neujahrstag - erneut auf, um auf ihr Opfer einzuschlagen. Die beiden sollen dabei mit Schlagringen bewaffnet gewesen sein und eine sieben Zentimeter lange Klinge mit sich geführt sowie Geld von dem Peniger gefordert haben. Das Opfer habe sich in eine Nachbarwohnung des Mehrfamilienhauses flüchten können. Die jungen Männer sollen daraufhin das im Treppenhaus stehende Fahrrad des Opfers beschädigt und die Reifen zerschnitten haben.

Der 20-jährige Chemnitzer steht zudem wegen einer weiteren Straftat vor Gericht: Er soll im August 2018 an einer Chemnitzer Bushaltestelle einen Mann attackiert haben. Passanten sollen in die Auseinandersetzung eingeschritten sein, dabei soll der junge Chemnitzer ein Abwehrspray eingesetzt haben. Da ein Zeuge, der den 20-Jährigen zu den Geschehnissen an der Bushaltestelle mutmaßlich hätte entlasten können, am Dienstag nicht vor dem Schöffengericht erschienen ist, wurde die Verhandlung verschoben.

Die Straftaten der beiden Angeklagten werden auf Grundlage des Jugendstrafrechts verhandelt. Bei einer Verurteilung nach dem Jugendstrafrecht steht der Gedanke im Vordergrund, Heranwachsende zu erziehen und nicht zu bestrafen. Daher wird versucht für mehrere Straftaten, die unabhängig voneinander begangen worden sind, eine Einheitsstrafe zu bilden. Die Verhandlung soll am 24. November fortgesetzt werden.

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