Fete am Großteich steigt noch einmal

Der Trubel auf dem Festplatz in Geringswalde könnte dieses Jahr der letzte sein. Der Teichfestbetreiber hat im vergangenen Jahr ein Minus eingefahren. Mehr Geld bekommt er aber von der Stadt nicht.

Geringswalde.

Die Neuauflage des Teich- und Anlagenfestes in Geringswalde kann stattfinden. Dafür machte der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Weg frei und setzte die Verordnungen zur Sperrzeit und die Regelungen zur Nachtzeit wie der Sonn- und Feiertagsruhe vom 30. August bis 1. September aus.

Für Teichfestbetreiber Harald Hofmann ist diese Entscheidung zwar eine, wie er sagte, unabdingbare Grundvoraussetzung, um überhaupt feiern zu können. Gleichwohl wären die Aussichten vage, das größte Volksfest Geringswaldes in den kommenden Jahren in gewohntem Umfang fortzusetzen.


Hintergrund für Hofmanns Einschätzung ist ein Defizit von rund 3000 Euro, das der Unternehmer im vergangenen Jahr verzeichnet hatte. Nach einem Kassensturz legte er im Februar vor den Stadträten die Lage dar. Daraufhin hatte sich in nichtöffentlicher Abstimmung die Mehrheit gegen einen neuerlichen Zuschuss ausgesprochen. "Es bleibt bei 10.000 Euro, die die Kommune beisteuert, darüber hinaus gibt es keine Erhöhung", erklärte Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos) damals.

Nach 14 Jahren im Veranstaltungsgeschäft hätte er sich ein Signal aus den Reihen der Stadträte wie auch der Stadtverwaltung gewünscht, kommentierte der Unternehmer. Eines, das ihm zeige, dass man hinter ihm stehe.

Dieses Jahr jedoch zieht Harald Hofmann noch einmal durch. Denn die Verhandlungen für 2019 seien bereits im zurückliegenden Jahr angelaufen. "Ich kann Verträge mit Schaustellern nicht erst im Frühjahr ankurbeln. Zu dem Zeitpunkt sind ein Großteil der Fahrgeschäfte und auch Künstler mit anspruchsvollem Programm längst gebunden." Wenn man etwas Niveauvolles auf den Platz bringen wolle, dann koste das entsprechend. "Und Fakt ist, die Geringswalder wurden in der Vergangenheit verwöhnt. Da sind Maßstäbe gesetzt worden."

Das selbst gesetzte Niveau will er auch diesmal halten. Etwa durch einen Auftritt der Gruppe Karussell am Freitagabend. "Das ist bodenständige Mugge aus Leipzig. Und mit der Band haben wir einen Meilenstein der DDR-Rockgeschichte auf dem Platz", freut sich Hofmann. Zudem hat er den Lichter- und Lampionumzug erneut ins Programm genommen, der bei den jüngsten Festbesuchern super ankomme. Und Hofmann setzt auch neue Akzente: Statt des Frühschoppens mit Fassbieranstich beginnt der Sonntag erst um zwölf mit einem Mittagstisch. "Und da wird im Big-Band-Stil die Post abgehen", ist sich der erfahrene Discjockey sicher. Denn für die musikalische Unterhaltung habe er das Ottendorfer Brass & Swing Orchester verpflichten können.

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