Feuer in Hainichener Asylunterkunft

Mutmaßlicher Brandstifter festgenommen

Hainichen.

In einem Haus im Hainichener Wohngebiet Ottendorfer, in dem mehr als 160 Asylsuchende untergebracht sind, ist in der Nacht zum Montag ein Brand ausgebrochen. 54 Feuerwehrleute waren mit 12Fahrzeugen gegen 2.30 Uhr im Einsatz. Die Asylunterkunft musste geräumt werden, etwa 60 Personen harrten während des Löscheinsatzes im Freien aus. Ein 34-jähriger Mitarbeiter, der in der Unterkunft arbeitet, erlitt eine Rauchgasvergiftung.

Verletzt wurde auch der Mann, der im Verdacht steht, das Feuer gelegt zu haben. Der als Brandstifter verdächtige Bewohner der Unterkunft ist ein in Libyen geborener Tunesier. Kreis-Asylchef Dieter Steinert bestätigte gestern, dass es sich um einen abgelehnten Asylbewerber handelt. Den 33-Jährigen fanden die Einsatzkräfte laut Polizei auf einem Balkon in der dritten Etage. Im Krankenhaus wurde der Tatverdächtige auf Anordnung der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben einen Haftbefehl beantragt, weil Fluchtgefahr bestehe. Heute soll der 33-Jährige dem Haftrichter vorgeführt werden.

Zum Schaden am Haus lagen gestern noch keine genauen Angaben vor. Die vierte Etage wurde gestern wieder bezogen, demnächst sollen auch Zimmer im dritten Geschoss wieder nutzbar sein. Bewohner der dritten und vierten Etage der Asylbewerberunterkunft fanden in anderen Zimmern ein Obdach. Gegen 3.45 Uhr konnten sie wieder ins Haus.

Kreis-Asylchef Dieter Steinert lobte die schnelle Evakuierung des vom Brand betroffenen Hauses als beispielhaft. "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen", sagte Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger und fügte hinzu: "Ich habe dem sächsischen Innenminister geschrieben und ihn eindringlich gebeten, das der mutmaßliche Täter nicht wieder nach Hainichen zurückkommen darf. (mit grit/jl)

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